Virtuelle Alternative

Die Lörracher Job- und Bildungsmesse Cult wird digital

Sabine Ehrentreich

Von Sabine Ehrentreich

Do, 21. Januar 2021 um 17:24 Uhr

Lörrach

Wer im März die Lörracher Job- und Bildungsmesse Cult besucht, tut das auf einem virtuellen Messegelände. Nach Corona aber soll es die Präsenzmesse wieder geben.

Die Job- und Bildungsmesse Cult wird digital. Da auch in diesem Frühjahr keine Präsenzmesse stattfinden kann, können sich Betriebe und der berufliche Nachwuchs im März auf einem virtuellen Messegelände treffen. Zudem begleitet die Cult-App künftig ganzjährig beim Weg in den Beruf und bei Fragen zur Fortbildung. Das virtuelle Angebot soll die Präsenzmesse aber für die Zukunft nicht ersetzen, versichert Organisatorin Martina Hug.

Die Job- und Bildungsmesse Cult war im März 2020 eine der ersten Großveranstaltungen, die der Pandemie zum Opfer fielen. Nach der kurzfristigen Absage versank man zunächst "in einem tiefen Tal der Tränen", schaut Martina Hug zurück. Dann aber hätten sie und ihr Mann Markus Hug sich neu sortiert und überlegt, wie man die Veranstaltung anders aufstellen könne. Ein neues Logo war ein erstes Signal. Noch im Frühjahr wurde die Messe-App überarbeitet und im Herbst aktualisiert.

Es gab Hoffnungen auf eine Präsenzmesse

Hier finden sich jetzt viele Hintergrundinformationen, unter anderem Kurzporträts, Kontaktdaten und Ansprechpartner der Aussteller. Eine Kontaktaufnahme ist aus der App heraus möglich. Im Juli gab’s eine Last-Minute-Börse für Auszubildende und Betriebe. Da auch der Markt für Praktika im Moment unübersichtlich ist, wurde zu diesem Thema im November ein digitales Angebot gemacht. Neu aufgesetzt wurde 2020 eine Kooperation mit dem TuS Adelhausen.

Nach anfänglichen Hoffnungen, die Cult könne im März 2021 als Präsenzmesse stattfinden, wurde im Herbst klar, dass das nicht klappen würde. Mit einem Partner zusammen erwarben Martina und Markus Hug eine Lizenz für eine virtuelle Messe, die nun im März für etwa zwei Wochen freigeschaltet wird. Wer eine Ausbildungsstelle, ein Studium oder ein Weiterbildungsangebot sucht, kann sich auf einem virtuellen Messegelände umtun, das einem realen nachempfunden ist.

Kein Ersatz auf Dauer

Es gibt ein Foyer, eine Halle mit Ständen, die die Aussteller sich aussuchen können. In einem Vortragsraum gibt es Videos, ein Rahmenprogramm bietet unter anderem Tipps, wie man nach der Schule seinen Weg finden kann, oder einen Test zur Berufsorientierung. Zu den Materialien, die angeboten werden, gehört auch ein Messemagazin.

Diese digitale Cult soll die analoge nicht auf Dauer ersetzen, sagt Martina Hug. Ihr Wunsch, aber auch der der Aussteller sei es, dass man sich wieder leibhaftig begegnen kann. "Eine Messe ist ein Erlebnis", sagt Hug, da finde auch viel Zufälliges statt, und bei echten Begegnungen entwickle sich Sympathie. Das digitale Angebot sei als Überbrückung gedacht und als Ergänzung. Idealerweise, sagt Martina Hug, gebe es künftig beides.
Info

Die virtuelle Cult wird in der ersten Märzhälfte etwa zwei Wochen lang freigeschaltet, Details sind noch offen. Fest steht bereits, dass am 5. und 6. März Chats mit den Ausstellern möglich sind, und zwar am Freitag, 5. März, von 8 bis 16 Uhr, und am Samstag, 6. März, von 10 bis 14 Uhr. Den Link zur Messe und Infos gibt es unter www.bildungsmesse-loerrach.de