Erweiterung Schulzentrum

Die Millionenbaustelle in Grenzach-Wyhlen ist eröffnet

Heinz Vollmar

Von Heinz Vollmar

Fr, 31. Juli 2020 um 18:27 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Mit dem Spatenstich beginnt die Sanierung und Erweiterung des Schulzentrums in Grenzach-Wyhlen. Für die Gemeinde ist das 9,5 Millionen Euro Projekt eine Herausforderung.

Der Spatenstich war zunächst auf dem Dach des Schulzentrums geplant gewesen, aufgrund der hochsommerlichen Hitze wurde er jedoch in den Schulhof verlegt. Bürgermeister Tobias Benz erinnerte daran, dass es sich beim Sanierungs- und Erweiterungsprojekt um ein Projekt mit langer Vorlaufzeit handle. In diesem Zusammenhang galt es, verschiedene Varianten zu prüfen und verschiedene Interessen in ein tragfähiges Konzept zu gießen.

Als Herausforderung für die Gemeinde bezeichnete er die Gesamtkosten, von denen nach Abzug von 1,76 Millionen an Fördergeldern weitere 7,7 Millionen Euro von der Kommune zu bezahlen sind. Mit der Sanierung und der Erweiterung des Schulzentrums werde man aber auch dem Anspruch gerecht, von der Kinderkrippe bis zum Abitur ein Betreuungsangebot zu schaffen, dass mithin auch die Attraktivität der Gemeinde Grenzach-Wyhlen ausmache.

Zehn neue Klassenzimmer und neue Mensa

Die Erweiterung umfasst zehn neue Klassenzimmer, die Umgestaltung der Mensa in der Aula des Schulzentrums, neue Lehrerarbeitszimmer, Investitionen in die naturwissenschaftlichen Fächer sowie in den Brandschutz. Damit einher gehen weitere Maßnahmen für die Multimediaausstattung der Schule, um die Schule auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und um zeitgemäße Lehrmethoden zu ermöglichen.

Planer Harry Vogt verwies darauf, dass die Arbeiten in Etappen erfolgen, um auf den einzelnen Ebenen des Bildungszentrums auch den Sicherheitsaspekten Rechnung zu tragen. Auch er erinnerte an die lange Vorlaufzeit, die nun aber auch positive Effekte auf die Kosten für die Arbeiten habe. Erste Raumlisten zur Bedarfsermittlung und die Zuschuss-Anträge gehen ins Jahr 2016 zurück. Mit der Baufreigabe am 28. Juli beginnen am 3. August die Stahlbauarbeiten. Die Aufstockung soll bereits im zweiten Quartal des kommenden Jahres fertiggestellt sein.

Die Zahl der Schüler nimmt kontinuierlich zu

Die Umbauarbeiten im Verwaltungsbereich sowie der Neubau der Küche sowie der Umbau der Aula sollen dann im dritten und vierten Quartal des kommenden Jahres erfolgen, während die Sanierung der Fachräume im ersten und zweiten Quartal 2022 durchgeführt werden soll.

Lob und Dank richteten die beiden Rektoren des Schulzentrums, Christoph Bigler (Realschule) und Frank Schührer (Gymnasium), an die Verwaltung der Gemeinde, die Planer und alle übrigen Beteiligten. Beide betonten, dass die Schülerzahlen weiter steigen würden und somit auch de Platzbedarf an der Schule dringend vergrößert werden müsse. Besonders dankbar sei man dafür, dass neben den Investitionen in die Technik, den Lehrbetrieb und die Digitalisierung mit der neuen Mensa auch einem wichtigen sozialen Anliegen Rechnung getragen werde.