Innenstadt

Die Mode-Kette TK Maxx hat eine Filiale in Freiburg eröffnet

Manuel Fritsch

Von Manuel Fritsch

Fr, 17. September 2021 um 07:00 Uhr

Freiburg

Im Gebäude der ehemaligen Sportarena an der Salzstraße hat eine Filiale des Off-Price-Stores TK Maxx eröffnet. Und auch an anderen Stellen der Freiburger Innenstadt haben sich Lücken gefüllt.

In dem Gebäude an der Salzstraße 12, das mehr als drei Jahre leer gestanden hatte, hat am Donnerstagmorgen eine Filiale von "TK Maxx" eröffnet. In dem sogenannten "Off-Price-Store" gibt es eine breite Palette von Kleidung über Kosmetik bis hin zu Haushaltswaren, laut Konzern bis zu 60 Prozent günstiger als die unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller.

Einkaufen soll einer Schatzsuche gleichen

Kurz vor der offiziellen Eröffnung um halb zehn gibt es einen kurzen Presserundgang durch die neue Filiale. Auf drei Ebenen und 2300 Quadratmetern wird hier künftig hauptsächlich Kleidung verkauft, die weit unter dem vom Hersteller empfohlenen Preis liegen soll. Einkäufer seien permanent weltweit unterwegs, um günstige Waren zu suchen. Diese werden dann auf die Filialen verteilt, die mit der Zeit kleinere Schwerpunkte entwickeln. Jedoch sei das Sortiment stets bunt gemischt.

In Freiburg reihen sich am Donnerstagmorgen im Erdgeschoss Kosmetikartikel an Damenkleidung, im Erdgeschoss finden sich Anzüge, Hemden, Jacken und Schuhe für Herren sowie Kinderkleider, während im ersten Stock Haushaltsware dominiert: Töpfe, Bräter und Messer, verschiedenste Einrichtungsgegenstände, sogar einige Lebensmittel und zwei Regalreihen Hundenäpfe sowie -kissen finden sich dort.

Die Kette spart sich Lagerräume, Merchandise und aufwändige Konzepte für ihre Filialen, die Waren werden direkt angeliefert und im Laden verteilt. Sortiert sind die Kleider hauptsächlich nach Größe, nicht nach Marken oder Stil. Dadurch, heißt es beim Presserundgang, soll das Einkaufen einer Schatzsuche gleichen. Denn die meisten Stücke gibt es nur in einem oder wenigen Exemplaren. "Was weg ist, ist weg", steht passend an einer Wand.

Mehrere Lücken in der Innenstadt sind nun geschlossen

TK Maxx gibt es seit 2007 in Deutschland, wo das Unternehmen inzwischen 164 Filialen betreibt – gleichzeitig mit der in Freiburg hat auch in Ulm eine Filiale eröffnet. In Europa ist das Unternehmen seit 1994 tätig, betreibt Geschäfte in sechs Ländern. Die Freiburger Filiale ist dabei eine der größeren, heißt es beim Presserundgang. Die kleinsten Läden haben gut 1000, die größten "Flagshipstores" in München und Berlin bis zu 5000 Quadratmeter. In Freiburg arbeiten unter der Anleitung von Filialleiterin Corina Klemm bis zu 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, teilt das Unternehmen mit.

Die hatten am Donnerstag gleich viel zu tun. Schon eine halbe Stunde vor der Eröffnung des Geschäfts warteten die ersten Kunden vor der Türe, zwischenzeitlich musste sogar der Einlass gestoppt werden, weil zu viele Menschen auf einmal im Laden waren.

Mit der Eröffnung der TK Maxx-Filiale an der Salzstraße schließt sich eine Lücke, die in Freiburg in den vergangenen Jahren für viel Ärger gesorgt hatte (BZ berichtete). Nachdem 2018 die Sportarena aus dem Gebäude ausgezogen war, war vor allem das Annengässle, das die Salz- mit der Grünwälderstraße verbindet und wo die Sportarena eine unansehnliche Vitrinenwand hinterlassen hatte, schnell vermüllt. Das dürfte mit dem Umbau und der Neueröffnung nun zu Ende sein.

Auch am Bertoldsbrunnen hat der Leerstand, den die Schließung des Modehauses Fabel Ende vergangenen Jahres nach sich gezogen hatte, nun ein Ende gefunden. Dort ist inzwischen die Telekom eingezogen. Gegenüber, wo etwa zeitgleich die Filiale der Parfümerie Kern geschlossen hatte, findet sich nun ein Laden des Schmuckunternehmens Thomas Sabo – womit zwei der sichtbarsten Lücken in der Innenstadt wieder geschlossen sind.