Die Not der Menschen ist unvorstellbar

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 23. September 2021

Lenzkirch

Peru-Kreis Lenzkirch veranstaltet einen Flohmarkt zugunsten der Menschen in Rioja.

Seit 1998 unterhalten die katholische Kirchengemeinde Lenzkirch und die Stadt Rioja in Peru eine enge Partnerschaft. Wichtig ist der gegenseitige Austausch, aber noch vielmehr möchte Lenzkirch dazu beitragen, dass sich die Situation in Rioja für die Menschen verbessert. Damit die Hilfe nicht ins Stocken gerät, veranstaltet der Peru-Kreis am Samstag, 25. September, von 9 bis 13 Uhr einen Flohmarkt auf dem Kirchplatz. Informationstafeln geben Auskunft über die aktuelle Situation.

Vorab gibt Dorit Schwarz, Vorsitzende des Peru-Kreises, einen kleinen Einblick. "Die Situation in Peru ist katastrophal", sagt sie. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Peru die zweithöchste Anzahl an Covid-Erkrankten in Lateinamerika. Nur in Brasilien ist es noch schlimmer. "Schon vor Corona war das Leben für die Menschen sehr schwer, besonders in den abgelegenen Gebieten der Selva, dem Regenwald. Doch was wir jetzt erleben, ist einfach der Horror", beschreibt Schwarz die Situation.

"Es gibt kein Krankenhaus, sondern nur eine Krankenstation, die Menschen sterben auf der Eingangstreppe, Beatmungsgeräte sucht man vergeblich." Die Impfquote stagniere auf einem niedrigen Niveau, nicht einmal 30 Prozent der Bevölkerung seien zweimal geimpft. Neben den steigenden Infektionszahlen werde die wirtschaftliche Situation für die Menschen immer prekärer.

Der Deutschlandkreis in Rioja versucht, mit den Spenden aus dem Hochschwarzwald die größte Not zu lindern. Sie packen Lebensmittelpakete mit Grundnahrungsmitteln, Hygieneartikeln und ein paar Süßigkeiten. Je nach Familiengröße halten diese maximal zwei Wochen. Für Kinder und besonders bedürftige Menschen wurde ein Mittagstisch eingerichtet, damit sie wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag bekommen. "Wir freuen uns über jede Spende, auch wenn nichts an unserem Stand erworben wird", versichert Schwarz. "Jeder Cent kommt an, dafür verbürgen wir uns."