Nach Vorfall

Die Power-to-Gas-Anlage in Grenzach-Wyhlen startet erst 2022 neu

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 05. Oktober 2021 um 15:57 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Die Power-to-Gas-Anlage von Energiedienst (ED) steht seit einem Vorfall im Juni still. Nun konnte die Ursache ermittelt werden. Voraussichtlich im Februar soll die Anlage wieder laufen.

Die Power-to-Gas-Anlage von Energiedienst (ED) steht seit einem Vorfall im Juni still. Aus zunächst ungeklärter Ursache trat damals Kalilauge aus. Nun sei die Ursache ermittelt, teilt der Energieversorger mit. ED erhält neue, optimierte Module. Voraussichtlich im Februar soll die Anlage wieder verfügbar sein.

Drei Monate lang hatten der Hersteller des Elektrolyseurs, McPhy, und unabhängige Sicherheitsexperten von Gexcon die bei dem Vorfall beschädigten Module untersucht. Diese waren zuvor aus der Anlage ausgebaut und zum Hersteller nach Italien zurücktransportiert worden.

Ende September stellten McPhy und Gexcon den Prüfbericht vor. Demnach haben Korrosionsablagerungen in den Modulen Überhitzungen verursacht, die zum Austritt der Kalilauge geführt haben. Der Hersteller ergriff daraufhin Maßnahmen, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden. Für Wyhlen werden entsprechende Module neu und verbessert produziert. Voraussichtlich im Februar wird sie McPhy anliefern und installieren. Sämtliche Schritte erfolgen in enger Abstimmung mit der Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium Freiburg. "Wir danken Gexcon für die akribische Ursachenforschung und McPhy für die kooperative Zusammenarbeit", sagt Alain Bregy, der bei Energiedienst die Wasserstoff-Aktivitäten koordiniert.

Die als Leuchtturmprojekt staatlich geförderte Power-to-Gas-Anlage in Wyhlen ging 2019 in Betrieb. Bis Juni 2021 hat sie rund 60 Tonnen grünen Wasserstoff produziert. Im Rahmen des kürzlich gestarteten, ebenfalls geförderten Projekts "Reallabor H2-Wyhlen" soll die Wasserstoff-Produktion weiter ausgebaut werden.