Interview

Doping-Bekämpfer Fritz Sörgel: „Der Druck ist noch größer als bei Olympia“

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Mo, 11. Juni 2018

Fußball-WM

BZ-Plus BZ-INTERVIEW mit Doping-Bekämpfer Fritz Sörgel aus Nürnberg über systematische Manipulationen in Russland und die Frage, ob die Fußball-WM sauber sein wird.

FREIBURG. Vor vier Jahren, bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi, hat Russland ein System des Staatsdopings installiert und seine Athleten damit an die Spitze der Medaillenwertung geführt. Muss man auch jetzt, bei der Fußball-WM, systematische Manipulationen befürchten? Und wie sauber sind eigentlich die Teams anderer Nationen? BZ-Sportredakteur Andreas Strepenick fragte Professor Fritz Sörgel, einen international renommierten Doping-Bekämpfer aus Nürnberg. Sörgel hat auch schon versucht, Licht in die Freiburger Doping-Vergangenheit zu bringen.

BZ: Herr Professor Sörgel, ist die Fußball-WM in Russland sauber?
Sörgel: Im Fußball muss man diese Frage nach Sauberkeit in vielen Bereichen stellen, aber wenn Sie Doping meinen, dann muss man sich nur die Konstellationen in den Teilnehmerländern, besonders dem Gastgeberland, anschauen und weiß, wo es lang geht. Der Druck ist doch noch größer als bei Olympischen Spielen. Selbst bei Sommerspielen schauen nur ein paar Millionen Menschen zu. Im Fußball dagegen, sogar bei Spielen anderer Nationen, sind es zweistellige Millionenzahlen. Und auch bei dieser Weltmeisterschaft sind genug Länder dabei, in denen Weltuntergangsstimmung herrscht, wenn das eigene Team zu früh ausscheidet. Und das soll nicht mit allen Mitteln – und eben auch Mittelchen – verhindert werden?

BZ: Es heißt doch immer, dass Doping im Fußball nichts bringt...
Sörgel: Der Fußball schickt da immer wieder in besonders einfachen Kategorien Denkende ...

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