Unterstützung

DRK Lörrach vermittelte bisher mehr als 500 Impftermine an Senioren

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 13. April 2021 um 13:55 Uhr

Lörrach

Der Lörracher Ortsverein des Roten Kreuzes kümmert sich um bedürftige Personen, die nicht selbstständig Corona-Impfungen buchen können. Die Helfer berichten von einer Flut der Anfragen.

Während zahlreiche Ortsvereine im Kreisverbandsgebiet Schnelltestaktionen für die ortsansässigen Bürgerinnen und Bürger anboten, war der DRK-Ortsverein Lörrach und Ortsteile mit vielen Kräften im Hintergrund tätig, teilte er mit.

Der Lörracher Ortsverein habe sich als einziger Ortsverein im Kreisverbandsgebiet um die Vermittlung von Impfterminen für bedürftige Personen gekümmert, welche nicht selbstständig dazu in der Lage sind, Termine zu buchen. "Das Angebot war grundsätzlich für unser Einsatzgebiet in Lörrach ausgerichtet, hat aber auch großen Anklang außerhalb von Lörrach gefunden", sagt Bereitschaftsleiter Kai Blankstein. Insgesamt konnten die Helferinnen und Helfer mehr als 500 Impftermine für die Seniorinnen und Senioren vermitteln.

Unterkunft wurde zum Callcenter umfunktioniert

Um dies zu ermöglichen, richteten die ehrenamtlichen Kräfte Ende Januar ihre Unterkunft in ein kleines Callcenter um. "Um der Flut an Anfragen, welche uns die Stadt Lörrach als zentrale Anlaufstelle übermittelte, gerecht zu werden, mussten wir in Spitzenzeiten wöchentlich an sechs Arbeitsplätzen aktiv werden. Die Leitungen liefen bei uns sprichwörtlich heiß", so Blankstein. Hilfreich war, dass der Ortsverein vergangenes Jahr in die Digitalisierung investiert hat. Und die neue technische Infrastruktur hat den erheblichen Belastungstest ohne Ausfälle erfolgreich bestanden, freut sich das DRK in einer Mitteilung. Nur so sei es möglich gewesen, dieses Angebot für die Lörracher Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen.

"Wir möchten uns nochmal ausdrücklich für die Geduld aller Bürgerinnen und Bürger bedanken. Denn auch wir vor Ort mussten mit einer telefonischen Warteschleife die vielen Anrufe einreihen", so Bereitschaftsleiterin Manuela Erdmann, während sie gerade dabei ist, die letzten Briefumschläge mit Terminen zu verschließen. Die wochenlangen Wartezeiten auf einen Termin führten wohl bei einigen Impfwilligen zu Frust. Am Ende jedoch habe man alle Personen erfolgreich mit Impfterminen versorgen können, betont das DRK. Die vielen Helfer des Ortsvereins seien glücklich, den dringenden Wunsch nach einem Impftermin zu erfüllen.

Enger Kontakt zur Seniorenbeauftragten

Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Lörrach lief reibungslos, wie Blankstein mitteilte. "Fast täglich stand ich mit der Seniorenbeauftragten der Stadt Lörrach, Ute Hammler, in Kontakt, um sich abzustimmen und Informationen auszutauschen. Wir mussten flexibel bleiben, da die Terminvergabe sich ständig änderte. Das anfangs geplante Konzept mit einem fixen Ablauf schmissen wir irgendwann über den Haufen." Erdmann und Blankstein sind trotz einiger Schwierigkeiten, welche das Angebot mit sich brachte, zufrieden und bedanken sich vor allem auch bei ihrem engagierten Team.

Auf Nachfrage, ob sich denn nun alle Helferinnen und Helfer nach dieser zeitraubenden Aktion ausruhen, lächelte Manuela Erdmann. "Wir sind zwar mit dieser großen Aufgabe fertig, haben aber noch einiges vor. Eine Schnelltestaktion werden wir höchstwahrscheinlich nicht mehr anbieten, da es in Lörrach bereits genügend gibt. Wir arbeiten aber bereits fleißig an weiteren neuen Zielen. Und stehen natürlich auch stets für weitere Aufgaben, welche der Pandemiebekämpfung dienen, bereit."