Euroairport

Easyjet startet seinen Flugverkehr wieder – aber noch nicht in Basel

Michael Baas

Von Michael Baas

Fr, 29. Mai 2020 um 11:00 Uhr

Wirtschaft

Für den Euroairport ist Easyjet die wichtigste Airline. Ab dem 15. Juni fliegen ihre Flugzeuge wieder – jedoch nicht von Basel aus. Easyjet plant zudem den Abbau von Stellen und eine Reduzierung der Flotte.

Die Corona-Krise zwingt den britischen Billigflieger Easyjet zu drastischen Einschnitten. Wie die Fluggesellschaft am Donnerstag mitteilte, plant sie einen Abbau von bis zu 30 Prozent der rund 15.000 Stellen, eine zumindest vorübergehende Reduzierung der Flotte gegenüber der Planung für 2021 um 51 Maschinen und eine Überprüfung ihres Netzwerkes sowie der acht Basen in Europa.

Das trifft auch den Euroairport. Dort hat Easyjet elf Maschinen stationiert und beschäftigt 450 Mitarbeitende. Inwieweit diese betroffen sind, wollte die Schweizer Tochter am Donnerstag aber noch nicht sagen. Man wolle den internen Konsultationen nicht vorgreifen, teilt die Pressestelle von Easyjet Switzerland auf BZ-Anfrage mit.

Easyjet ist die wichtigste Airline am Euroairport

Für den Euroairport (EAP) sind das beunruhigende Perspektiven. Easyjet ist die mit Abstand wichtigste Airline. Doch der Flughafen bleibt für sie einstweilen nur zweite oder gar dritte Wahl. Zum 15. Juni nimmt die Gesellschaft den Betrieb an 21 europäischen Flughäfen zwar wieder auf und bietet etwa 50 Flüge am Tag. Der EAP ist aber nicht darunter. In der Schweiz startet der Betrieb allein an der größeren Basis in Genf.

"Wir werden weitere Flüge hinzufügen, sobald wir sehen, dass die Nachfrage steigt." Easyjet Switzerland
Man beschränke sich zunächst auf Strecken mit "ausreichender Nachfrage", erklärt Easyjet Switzerland dazu. Was den Betrieb am EAP angehe, sei man noch in der Planung. "Wir werden weitere Flüge hinzufügen, sobald wir sehen, dass die Nachfrage steigt", heißt es bei der Fluggesellschaft.

Easyjet fordert in der Pandemie in Anspielung auf die staatlichen Unterstützungen für Wettbewerber zudem "faire Bedingungen". Indes, darauf legt die Presseabteilung Wert, strebe man keine "Staatshilfen" an, sondern Erleichterungen bei Kurzarbeit oder beim Zugang zu Darlehen zu kommerziellen Zinssätzen. Darüber hinaus diskutiert Easyjet mit Regierungen über die Aufhebung und Stundung von Steuern und anderer Gebühren. Eine Rückkehr auf das Passagierniveau von 2019 erwartet die Fluggesellschaft nicht vor 2023.

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