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"Ein großer Borusse": Zum Tod von Manfred Burgsmüller

dpa

Von dpa

Di, 21. Mai 2019 um 12:11 Uhr

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Der unerwartete Tod von Instinktfußballer und Stürmer-Idol Manfred "Manni" Burgsmüller hat große Bestürzung ausgelöst. "Er war ein großer Borusse", sagt BVB-Chef Watzke.

"Die Nachricht von seinem Tod hat mich erschüttert", sagte Borussia Dortmunds Vereinsboss Hans-Joachim Watzke. Die Polizei bestätigte, dass der frühere Kult-Angreifer von Borussia Dortmund bereits am Samstag in seiner Essener Wohnung gefunden wurde. Burgsmüller wurde 69 Jahre alt. Gegen einen natürlichen Tod des viertbesten Torschützen der Bundesliga und deutschen Meisters mit Werder Bremen von 1988 sprach laut ersten Erkenntnissen der Polizei nichts.

"Er war ein liebenswertes Schlitzohr" Hans-Joachim Watzke
"Manni Burgsmüller war das Idol einer ganzen Generation", sagte Watzke. "Ich habe ihn sehr gerne Fußballspielen gesehen. Er ist der Bundesliga-Torschützenkönig unseres Vereins. Ein großer Borusse." Beim Revierklub erlebte der dreimalige Nationalspieler zwischen 1976 und 1983 seine beste Zeit. 135 Tore erzielte Burgsmüller für den BVB in 224 Spielen. Nach seiner Zeit in Dortmund und Stationen beim 1. FC Nürnberg und bei Rot-Weiß Oberhausen holte Bremens damaliger Trainer Otto Rehhagel den immerhin schon 36-Jährigen 1985 zu Werder.

In den folgenden vier Jahren erzielte Burgsmüller in 115 Bundesligaspielen 34 Treffer und wurde mit 38 Jahren das erste Mal in seiner Karriere deutscher Meister mit den Bremern. 1990 beendete Burgsmüller seine Laufbahn als Profi-Fußballer. Vier Mal hatte er das Tor des Monats erzielt. Sechs Jahre nach dem Ende seiner Fußballer-Karriere kehrte er in den Leistungssport zurück und erzielte bis 2002 bei den American Footballern von Rhein Fire aus Düsseldorf zahlreiche Goalkicks.

Watzke wünscht sich nun, dass man Burgsmüller in guter Erinnerung behält. "Er war ein liebenswertes Schlitzohr. So sollten wir ihn in Erinnerung behalten", sagte er.