Stadtgeschichte

Eine Historikerin hat die wechselvolle Geschichte des Freiburger Synagogengrundstücks erforscht

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Fr, 25. Oktober 2019 um 14:26 Uhr

Freiburg

BZ-Plus Wie genau lief der Verkauf des Synagogenareals an die Stadt im Jahr 1939 ab und wo ist das Sperrkonto verblieben? Die Historikerin Julia Wohlrab ist dem Thema nachgegangen.

BZ: Sie haben eine Dokumentation zur Alten Synagoge vorgelegt. Warum hat das Rathaus Sie damit beauftragt?
Wolrab: Als Historikerin, die in Freiburg studiert hat, befasse ich mich seit 2007 mit "Arisierung" und Antisemitismus in der Nachkriegszeit. Schon damals habe ich die Pläne rund um den Umbau des Platzes der Alten Synagoge verfolgt. Als wissenschaftliche Referentin im Verein "Gegen Vergessen – Für Demokratie" in Berlin bin ich mit Themen und Projekten der Erinnerungskultur konfrontiert. Die Stadt hat mich auf Initiative der Israelitischen Gemeinde Freiburg angefragt.

BZ: Im Jahr 1939 wurde das Synagogengrundstück an die Stadt verkauft, unter welchen Umständen geschah das?
Wolrab: In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge von Nationalsozialisten zerstört. Die Ruine wurde kurz darauf im Auftrag der Stadt gesprengt. Vier Monate später musste die Israelitische Gemeinde das Synagogenareal mit zwei ...

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