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Claudia Feierling, Freie Wähler: "Inhabergeführten Einzelhandel stärken"

Manuel Fritsch

Von Manuel Fritsch

Mo, 19. August 2019 um 19:08 Uhr

Freiburg

Die Wahl in den Gemeinderat war für Claudia Feierling eine große Überraschung. Eine Arbeit aber, auf die sie sich freut. Ihre Kernthemen werden Jugend und Bildung und der Einzelhandel sein.

Die Wahl in den Gemeinderat war für Claudia Feierling eine große Überraschung. Nachdem klar war, dass die Freien Wähler drei Sitze erringen würden, verfolgte sie nicht weiter, wer es nun sein würde. "Als mir dann jemand zeigte, dass ich gewählt bin, war ich platt", sagt sie. Jetzt aber überwiegt die Freude. "Ich merke, dass das, was mir wichtig ist, nun eine Chance hat, umgesetzt zu werden." Bereits jetzt sei sie in regem Austausch mit anderen Räten, über Partei- und Listengrenzen hinweg.

Politisch sei sie schon immer gewesen, erzählt Feierling. Allerdings außerhalb von Parteien. Erst vor etwa einem Jahr sei sie in Kontakt mit den Freien Wählern gekommen, bei denen ihr die bunte Mischung an Personen, Hintergründen und Interessen gefällt. "Parteiprogramme, die zu vieles festlegen, finde ich oft schwierig", sagt sie.
Geboren am 22. Oktober 1952
Beruf: Schulleiterin a.D./Dipl.-Volkswirtin
Wohnort: Altstadt

Hobbys: Sprachen lernen

Ausschüsse und Gremien haben die drei Freie Wähler-Räte inzwischen verteilt. "Ich bin bei allem, was Jugend, Kinder, Bildung, Kultur, Migration und Soziales betrifft", sagt Feierling. "Das ist richtig viel Arbeit." Eine Arbeit aber, auf die sie sich freut.

Der Schwerpunkt der ehemaligen Direktorin des Walter-Eucken-Gymnasiums werden Jugend und Bildung ihre Kernthemen sein. Da man das aber erwarte, erzählt Feierling lieber von zwei anderen Anliegen, die sie in der Ratsarbeit voranbringen will. "Ich möchte den inhabergeführten Einzelhandel stärken", sagt sie. Denn dieser verleihe Freiburg seinen Charme, mache die Stadt interessant für Bewohner und Touristen und hebe sie von anderen Städten ab.

Das andere Anliegen ist die Stärkung von Start-Up-Unternehmen "wenn sie gute Sachen machen, die uns als Gesellschaft weiterbringen." Gegen etablierte Unternehmen hätten es neue Projekte oft schwer sich durchzusetzen und "gerade die Jungen haben es schwer, wahrgenommen zu werden." Womit Claudia Feierling wieder den Bogen geschlagen hat, zu ihrem Steckenpferd: der Jugend.