Gastronomie

Einen Mangel an Cafés in Rheinfelden sieht die Wirtschaftsförderung nicht

Ingrid Böhm

Von Ingrid Böhm

Mi, 22. Januar 2020 um 11:06 Uhr

Rheinfelden

Noch immer gibt es für das "Patané" keinen Pächter. Die Wirtschaftsförderung sieht aber keinen Mangel an Cafés in der Innenstadt. Zum Jammern gebe es keinen Grund.

Wer an Markttagen im Winter in der Fußgängerzone unterwegs ist, muss erst mal suchen, ehe er im Zentrum ein Café findet, das auch etwas zum Frühstück bietet. Nachdem Patané gegenüber vom Rathaus im Sommer seine Filiale mit Cafébetrieb geschlossen hat, ist gerade in diesem geschäftigen Bereich die Lage unverändert: Der Betrieb ist zu und im Schaufenster hängt die Information "Pächter gesucht", das Inventar kann übernommen werden.

Die Wirtschaftsförderung ist, wie Geschäftsführer Elmar Wendland anmerkt, unverändert um eine Nachfolgelösung bemüht. Dass es insgesamt zu wenig Cafés in der Innenstadt gebe, wird aber nicht so gesehen, allenfalls ließe sich sagen: "Es könnte ein bisschen mehr sein", so Wendland. Dennoch bestehe kein Angebotsmangel, zumal in den warmen Monaten weitere Betriebe mit Außengastronomie wieder in Erscheinung treten, darunter Eiscafés.

Standort gilt als interessant

Der Standort des geschlossenen Patané-Cafés gilt für die Wirtschaftsförderung auch als interessant wegen der hohen Frequenz an dieser Stelle. Wirtschaftlich rentieren sich die bestehenden Betriebe im Zentrum nach Einschätzung der WST alle, Schwierigkeiten bereite eher, das Personal dafür zu finden. Dennoch wird weiter gesucht: "Wir bleiben am Ball" an dieser prominenten Stelle, erklärt Wendland. Sie solle sich auf jeden Fall adäquat füllen. Bis sich gute Lösungen finden lassen, dauere es aber oft sehr lange, weil die Wirtschaftsförderung "häufig dicke Bretter bohren" müsse, bis ein Projekt erfolgreich laufe. Grundsätzlich kümmere sich die WST aber um jeden Leerstand.

Wendland sieht das Zentrum insgesamt gastronomisch gut versorgt. Dabei verweist er auch auf den Hieber-Markt, der umbaut, was eine weitere Aufwertung bedeute. Zum Jammern gebe es somit keinen wirklichen Grund.