Für ein Recht auf Beschneidung

Markus Zimmermann

Von Markus Zimmermann

Di, 06. November 2012

Emmendingen

Bei ihrem Besuch in Emmendingen informiert sich Integrationsministerin Bilkey Öney auch bei der Jüdischen Gemeinde.

EMMENDINGEN. Ein klares Bekenntnis für das Recht auf Beschneidung im Rahmen der Ausübung religiöser Bräuche legte Bilkay Öney (SPD), baden-württembergische Ministerin für Integration, bei ihrem Besuch in der Synagoge ab. "Ich mache dies nicht als Muslimin, sondern als Person, die Respekt vor Religion hat", erklärte sie dabei. Den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde versicherte sie auf der erste Station ihrer Visite in Emmendingen, dass im Land auch die Staatsanwaltschaft kein Interesse daran habe, Beschneidungen strafrechtlich zu verfolgen.

Eine beruhigende Nachricht für die gastgebenden Vertreter der jüdischen Gemeinde, die betonten, dass trotz der Diskussion die Beschneidungspraxis weiter gepflegt werde. Viktoria Budyakova berichtete aber auch von Verunsicherungen durch die Diskussion. So habe es ein Emmendinger Arzt strikt abgelehnt, dass bei der Bescheidung eines Erwachsenen ein Rabbiner oder Mohel anwesend sind. "Es gibt das Recht des Kindes, aber auch das Elternrecht", betonte Bilkay Öney, die auf Einladung der Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle ...

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