Einigung zur EEG-Umlage

Entlastung für Verbraucher bei Strompreisen

afp, dpa

Von afp & dpa

Do, 22. April 2021 um 19:50 Uhr

Wirtschaft

Die schwarz-rote Koalition hat sich auf milliardenschwere Entlastungen der Verbraucher und Unternehmen bei den Strompreisen geeinigt. Und auf einen Schub für den Ausbau erneuerbarer Energien.

Um die Entlastung bei den Strompreisen zu erreichen, soll die EEG-Umlage auch 2023 und 2024 mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt stabilisiert werden, wie die Verhandlungsführer von Union und SPD am Donnerstag mitteilten.

Vereinbart wurden außerdem für 2022 zusätzliche Ausschreibungsmengen für die Windenergie an Land sowie für Photovoltaik. Für Wind an Land sollen demnach statt 2,9 Gigawatt (GW) 4,0 GW ausgeschrieben werden. Bei der Photovoltaik gebe es mit einer Erhöhung von 1,9 auf 6 Gigawatt eine Verdreifachung, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Genehmigungsverfahren im Bundesimmissionsschutzgesetz sollen erleichtert werden.

EEG-Umlage wird bereits 2021 und 2022 mit Steuergeld stabilisiert

Die EEG-Umlage macht einen großen Teil der Stromkosten aus. Damit sie nicht drastisch steigt, hatte die Bundesregierung die Umlage für 2021 und 2022 mit Milliarden Steuergeldern aus dem Haushalt stabilisiert. Die Umlage liegt dadurch 2021 bei 6,5 Cent pro Kilowattstunde und 2022 bei 6 Cent. In den Jahren danach sei es möglich, die Umlage auf unter 5 Cent pro Kilowattstunde zu senken, hieß es nun. Dazu verwendet werden sollen Einnahmen aus dem Handel mit CO2-Zertifikaten sowie Mittel aus dem Energie- und Klimafonds. Ziel ist es, Bürger und Unternehmen zu entlasten.