Entspannte Ostertage ohne Gedränge am Hochrhein

Roland Gerard, Julia Becker, Peter Koch und Monika Olheide

Von Roland Gerard, Julia Becker, Peter Koch & Monika Olheide

Di, 06. April 2021

Kreis Waldshut

Auch schönes Wetter führt zu keinen groben Verstößen gegen die Corona-Verordnung / Bergsee in Bad Säckingen war gut besucht.

. Ruhig in Bezug auf Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen verliefen die Osterfeiertage entlang des Hochrheins. Nach Auskunft des Polizeipräsidiums wurden bis Montagvormittag keine Einsätze zur Auflösung unzulässiger Menschenansammlungen bekannt. Bei sonnigem, aber kühlem Wetter hielt sich der Besucherandrang etwa an der Rheinpromenade oder in der Fußgängerzone in Waldshut, wo sich vor den Eisdielen nur zeitweise kleine Schlangen bildeten, in Grenzen.

Wann die Straßencafémöbel wieder zum Verweilen einladen, die vor einem Lokal bereit stehen, ist angesichts der anhaltend kritischen Pandemie-Situation offen.Bei Sonnenschein und frischem Wind schlenderten am Karfreitag in Bad Säckingen nachmittags Menschen von jung bis alt durch die Altstadt oder entspannten am Rheinufer und beobachteten die ersten Bootsfahrer. Im Schlosspark lud die Altkatholische Gemeinde zu einem Freiluftgottesdienst ein – hier wurde konsequent Maske getragen.

Die meisten Spaziergänger ließen sich aber lieber die Frühlingsluft um die Nase wehen. Mit reichlich Abstand blieb das Risiko trotzdem gering, etwas näher kam man sich höchstens in der Schlange an den Eiscafés. Am Ostersonntag war in Bad Säckingen quasi nichts los. Einige Menschen gingen durch den Schlosspark und sahen sich eine Fotoausstellung an. Die meisten Menschen waren am Bergsee unterwegs, aber auch da verlief es sich recht gut.

Das Rheinufer wurde auch aufgesucht, aber nicht stärker als an jedem warmen Tag im Jahr.Weniger entspannt zeigte sich die Situation laut Polizei andernorts: "In den Nächten auf Karfreitag, auf Ostersamstag und auf Ostersonntag wurden allen Polizeirevieren im Präsidiumsbereich Freiburg zahlreiche Ruhestörungen und Hinweise auf Corona-Partys gemeldet", informiert das Polizeipräsidium.

Es gingen bis Stand Sonntag, 5 Uhr nahezu 100 Meldungen über Ruhestörungen ein, meistens mit dem Hinweis, dass Jugendliche, ohne den Abstand einzuhalten, Gruppen bilden und mutmaßlich gegen die Corona-Vorschriften verstoßen. "In vielen Fällen waren die Personen beim Eintreffen der Polizei nicht mehr anzutreffen oder rannten gerade vor der Polizei davon", heißt es in der Mitteilung der Polizei. In diesen drei Nächten wurden etwa 150 Corona-Verstöße zur Anzeige gebracht.

Östlich von Badenweiler-Sehringen, am Hochblauen, meldete am Ostersamstag, gegen 22.15 Uhr, eine Frau eine Rave-Party im Wald. Die Polizei rückte mit sechs Streifenbesatzungen der Reviere Müllheim und Weil am Rhein und zwei Besatzungen der Polizeihundestaffel an. Laut Polizei wurden mehr als 20 Personen im Wald gefunden, die an der Party teilgenommen hatten und wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung angezeigt wurden. Die Beamten stellten zwei Fälle von Kennzeichenmissbrauch fest und kleinere Menge Betäubungsmittel sicher.