Erklär’s mir

Warum gibt es weniger Tiere und Pflanzen?

Klaus Riexinger

Von Klaus Riexinger

Mi, 19. Februar 2020 um 12:27 Uhr

Erklär's mir

Viele Menschen freuen sich, wenn sie Lebensmittel für wenig Geld kaufen können. Doch wenn man für Gurken, Äpfel oder Salat wenig bezahlt, bekommt auch der Landwirt, der die Feldfrüchte anbaut, wenig Geld.

Dann muss auch er sparen und das Gemüse und Obst mit so wenig Arbeit wie möglich ernten. Sonst lohnt es sich für ihn nicht mehr. Um trotzdem viele und große Pflanzen wachsen zu lassen, spritzt der Bauer künstliche Nährstoffe auf das Feld. Wenn zu viele dieser Nährstoffe auf das Feld kommen, fließt ein Teil davon ins Grundwasser oder in Bäche. In den Bächen wachsen dann Pflanzen wie zum Beispiel Algen so schnell, dass für andere Pflanzen kein Platz ist. Das passiert auch auf Wiesen. Dort gibt es dann hauptsächlich Gras und kaum noch Blumen. Die sind aber wichtig für Insekten. So ernähren sich Bienen vom ihrem Nektar. Die Folge ist, dass es nicht nur weniger verschiedene Pflanzen gibt, sondern auch weniger Insekten. Weil sich viele Vögel von Insekten ernähren, gibt es auch weniger Vögel. Landwirte, Politiker und Wissenschaftler suchen jetzt nach Lösungen, Tiere und Pflanzen zu schützen. Wenn die Menschen aber nicht bereit sind, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben, klappt das nicht.