Erklär's mir: Was sind Niedriglohnländer?

Dorothee Soboll

Von Dorothee Soboll

Mi, 14. Oktober 2015

Erklär's mir

Wenn Erwachsene arbeiten gehen, bekommen sie dafür Geld. Das nennt man Gehalt oder Lohn. Ihren Lohn brauchen Menschen, um ihre Wohnung zu bezahlen und sich Essen und Kleidung zu kaufen. Bei uns in Deutschland gilt seit diesem Jahr der Mindestlohn. Menschen, die arbeiten, bekommen seither mindestens 8,50 Euro pro Stunde. In vielen Ländern gibt es keinen Mindestlohn oder er ist so niedrig, dass die Arbeiter davon nicht leben können. Das ist zum Beispiel in Bangladesch so, einem Staat in Südasien. Dort arbeiten viele Menschen für sehr wenig Geld. Firmen wie KiK oder H & M lassen ihre T-Shirts und Hosen deswegen lieber dort statt etwa in Deutschland produzieren. Sie behaupten, nur so sei es möglich, Kleidung preiswert anbieten zu können. Das stimmt aber nicht. Wenn die Firmen den Arbeitern etwas mehr Lohn zahlen würden, würden die Firmen etwas weniger verdienen. Und das wollen die meisten nicht.