Probleme beim Innenausbau

Erstes Bundesligaspiel im neuen SC-Stadion erst Mitte Oktober

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Di, 03. August 2021 um 15:09 Uhr

Freiburg

Der SC Freiburg muss wegen der Probleme beim technischen Innenausbau den Umzug ins neue Stadion im Wolfswinkel noch einmal deutlich verschieben. Erster Gegner soll Mitte Oktober RB Leipzig sein.

Nichts wird es für den SC Freiburg mit der erhofften Stadion-Premiere gegen die Stars von Borussia Dortmund. Denn: Die neue Spielstätte ist bis zum zweiten Spieltag am 21.August immer noch nicht fertig und damit nicht einsatzbereit. Es hakt nach wie vor beim technischen Innenausbau- der SC spricht in einer Pressemitteilung vom Dienstagnachmittag von Problemen im Bereich der Elektro-, Medien- und Datentechnik. Nach BZ-Informationen lag dies vor allem an Versäumnissen des Osnabrückers Generalunternehmens Köster-Bau bei der Planung.



Priorität bei der Festlegung des ersten Heimspiels im Stadion am Wolfswinkel habe für den SC Freiburg die Gewährleistung eines für Fans, Spieler, Trainerstab, Medien und TV-Produktion, Sponsoren sowie Dienstleister und Einsatzkräfte sicheren und reibungslosen Spieltags, heißt es in der Pressemitteilung. Der Fokus werde in den verbleibenden Wochen vor allem auf der Sicherstellung der TV-Übertragung sowie aller zentralen spieltagsrelevanten IT- und Datentechnikthemen liegen.

Damit steht nun fest: Der SC trägt die ersten drei Heimspiele gegen den BVB, den 1. FC Köln und den FC Augsburg im Dreisamstadion aus, das ebenfalls zur Lizenzierung bei der Deutschen Fußballliga (DFL) angemeldet worden ist. Auch der Trainingsbetrieb der SC-Profis wird vorerst weiter am bisherigen Standort an der Schwarzwaldstraße stattfinden, teilt der SC mit.

Als neuen Pflichtspiel-Starttermin für die neue Arena im Mooswald peilt der SC nun das Spiel gegen RB Leipzig sein. Der Spieltag ist für den 15. bis 17. Oktober angesetzt. Vorher soll es in der Länderspielpause ein Testspiel im neuen Stadion geben. Für den Umzug benötigt der SC Freiburg nach eigener Aussage auch diese vorgeschaltete Länderspielpause, die dem Verein den notwendigen zeitlichen und organisatorischen Raum, auch für zwingend erforderliche Betriebs- und Funktionstests im neuen Stadion gibt.

Die Tickets für die drei Spiele im Dreisamstadion, die mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Pandemie voraussichtlich mit einer Teilzulassung von Zuschauerinnen und Zuschauern durchgeführt werden können, plant der Sport-Club – analog zum Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg in der Saison 2020/21 – per Losverfahren an bestehende Dauerkarteninhaberinnen und -inhaber und Mitglieder zu vergeben.

Aktuell befinden sich Freiburg und das Umland in Inzidenzstufe 2. Laut der Corona-Verordnung des Landes dürfte das Stadion demnach zur Hälfte gefüllt werden. Damit könnte der SC im Dreisamstadion vor rund 12.000 Fans antreten, nach dem Umzug dann vor17.500 Zuschauerinnen und Zuschauern. Ins Stadion darf aber nur, wer eines der 3 G nachweisen kann – also geimpft, genesen oder getestet ist. Sollte die Inzidenz über 35 steigen – wonach es, Stand heute, nicht aussieht – wären allerdings gerade einmal 500 Fans zugelassen. Der Inzidenzwert in Freiburg liegt seit Tagen stabil im Bereich um die 20.

Die Dauerkarten für die kommende Spielzeit im Stadion am Wolfswinkel werden nach Mitteilung des SC erst dann gültig sein, wenn der Umzug an den Wolfswinkel vollzogen und eine Vollauslastung des neuen Stadions möglich ist.