Ringerabteilung

Eschbacher Sportverein schafft für Ringer transportable Matte an

Erich Krieger

Von Erich Krieger

Di, 30. Juni 2020 um 12:00 Uhr

Stegen

In der Ringerabteilung des Eschbacher Sportvereins gibt es aktuell nur Training auf Sparflamme. Ob in dieser Saison überhaupt noch Wettkämpfe stattfinden, ist ungewiss.

Der Eschbacher Sportverein kann eine stattliche Ringerabteilung in allen Altersgruppen vorweisen, verschiedene Mannschaften ringen in höheren Klassen. Seit der Corona-Pandemie sind wie bei allen Sportarten mit Vollkontakt die Trainingsmöglichkeiten drastisch eingeschränkt, und ob in dieser Saison überhaupt noch Wettkämpfe stattfinden, ist völlig ungewiss.

Der Verein aus dem Stegener Ortsteil nutzt nun die Zeit, sich auf den Normalbetrieb nach der Pandemie, insbesondere auf die Nachwuchsförderung, vorzubereiten. Mit Sponsorenhilfe der Sparkasse Hochschwarzwald, der Firma Wandres sowie einem Zuschuss vom Badischen Sportbund konnte eine mobile Ringermatte angeschafft werden, die in kurzer Zeit überall aufgebaut und zu Präsentationszwecken auch zur Werbung für die Kampfsportart genutzt werden kann. Matthias Martin, langjähriger aktiver Ringer und ehemaliger Vorsitzender des SV Eschbach kümmert sich heute um solche Belange im Verein. "Diese neue Matte ist in jedem Kombi transportabel und in fünf bis zehn Minuten aufgebaut, während für die normalen Matten ein Vielfaches an Zeit und mindestens ein Kleintransporter benötigt wird", sagt Martin – ihm ist die Freude über die neue Errungenschaft deutlich ins Gesicht geschrieben. Mit dieser Matte wollen die Eschbacher Ringer in Schulen, Foyers oder auch Fußgängerzonen ihre Sportart präsentieren und damit kontinuierlich für Ringer-Nachwuchs sorgen. Durch das einfache Handling kann die Matte künftig auch gute Dienste für das Aufwärmen bei Turnieren leisten, wenn diese wieder möglich werden.

Einstweilen läuft das Training auf Sparflamme. "Wir können zurzeit nur einzeln im Kraftraum oder zu zehnt auf einmal in der Halle trainieren und sind dabei im Wesentlichen auf Zirkeltraining reduziert, da Kampftraining mit Körperkontakt nicht möglich ist", erklärt der Erwachsenentrainer Vojtech Benedek. Die übrigen Ringer betätigten sich derweil draußen mit erlaubten Mannschaftsspielen, und es werde ständig zwischen drinnen und draußen gewechselt. Benedek kam erst neu zum SV Eschbach, ebenso Kampfrichterin Hannah van der Gobel. Die Beiden und der Jugendtrainer Manuel Läufer sind sich einig: Solange kein konkretes sportliches Ziel anvisiert werden kann – und das ist nun mal der Erfolg beim Kräftemessen auf der Matte – sei auch die Trainingsmotivation gesunken. Die Turniere für die Ringer sind vorerst bis Ende Oktober komplett abgesagt. Dies wirkt sich auch auf die Vereinsfinanzen aus, denn Einkünfte werden fast ausschließlich durch Ticketverkauf an die beim Ringen doch relativ zahlreichen Zuschauer bei Turnieren erzielt.