Naturalie

Fachmann für Flatulenzen: der Kreuzkümmel

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 24. Dezember 2020 um 10:15 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Von einem Geheimtipp kann man eher nicht mehr sprechen: Unter anderem mit der türkischen, indischen und iranischen Küche hat auch der Kreuzkümmel in Deutschland seinen Platz gefunden.

Er ist der kleine Bruder des Kümmels und mag einen etwas dezenteren, gleichwohl intensiven Auftritt. Seinen charakteristischen Geschmack gibt ihm ein ätherisches Öl namens Cuminaldehyd. Ihm hat der Kreuzkümmel auch sein größtes Einsatzgebiet zu verdanken: Überall dort, wo potentiell blähende Zutaten in Topf und Pfanne landen, werden die getrockneten Früchte dieses Doldenblütlers als quasi entwaffnendes Element hinzugegeben. Sie regen darüber hinaus die Verdauung an und sollen ausgleichend auf die Darmflora wirken.

Kreuzkümmel wird seit Jahrtausenden als Heilpflanze geschätzt. Die indische Heilkunst Ayurveda setzt ihn bis heute beispielsweise gegen Husten und Stress sowie für ein besseres Gedächtnis ein. Einige Studien deuten darauf hin, dass Kreuzkümmel auch gegen Bakterien und Pilze wirken sowie das Risiko für die Entstehung von bestimmten Krebsarten verringern könnte. Sein volles Aroma entfaltet Kreuzkümmel am besten, wenn er als frisch gemahlenes Pulver ans Essen kommt.

Er passt hervorragend zu Gerichten, die ihren Ursprung im arabischen und asiatischen Raum haben. Falafel, Curry oder Linsensuppe geben dem Kreuzkümmel gern ein Zuhause, ebenso die indische Gewürzmischung Garam Masala.