Familien können ihre Bauwünsche realisieren

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Mi, 27. Mai 2020

Efringen-Kirchen

Ergänzungssatzungen für Ortsränder von Huttingen und Istein.

(hf). Mit zwei Ergänzungssatzungen ermöglicht es die Gemeinde zwei Familien, im Rahmen des Eigenbedarfes ein Einfamilienwohnhaus zu erstellen. Die beiden dafür ins Auge gefassten Grundstücke am südlichen Ortsrand von Istein (gegenüber dem Malerbetrieb Trimpin und in Nachbarschaft zum Weingut des Kalkwerkes gelegen) sowie am westlichen Ortsrand von Huttingen (an der Klotzenstraße) liegen zwar noch im Außenbereich, zwei vorhabenbezogene Bebauungspläne sollen aber eine Arrondierung ermöglichen.

Marc Braun vom Bauamt erklärte am Montag dem Gemeinderat, dass sich beide Flächen für eine Abrundung der Ortsbebauung anbieten. Maßgabe sei, dass sich die neuen Gebäude an den umgebenden orientieren. In den Abrundungssatzungen sei festgelegt, dass nur 40 Prozent der Grundstücksfläche mit einem Einfamilienhaus überbaut werden dürfe.

Die naturschutzrechtliche Begutachtung habe an beiden Standorten neben verschiedenen Vogelarten vor allem Mauereidechsen nachgewiesen, so Braun. Für diese müssen Ersatzhabitate in Form von Steinhaufen und Mauern geschaffen werden. In beiden Fällen seien zudem Schutzzäune rund um die Baugrube zu errichten, damit die Tiere während der Bauphase nicht auf die Grundstücke zurückkehren können. Die Vögel verlieren lediglich untergeordnete Futterbereiche, keine Brutflächen. In Huttingen werden 375 Quadratmeter Boden neu versiegelt, in Istein 520. Unter anderem mit der Pflanzung von heimischen Bäumen müssen die Bauherren dies kompensieren.

Der Flächennutzungsplan der Gemeinde muss für diese Abrundungssatzungen übrigens nicht geändert werden: In Huttingen ist das betreffende Grundstück als Bauerwartungsland, in Istein als mögliche Mischgebietsfläche ausgewiesen. Die vom Gemeinderat einstimmig angenommenen Abrundungssatzungen liegen nun zur Einsichtnahme im Rathaus aus.