Studie

Feiern auf dem Lande: Das war die goldene Ära der Dorf-Diskos

Peter Disch

Von Peter Disch

So, 26. April 2020 um 19:40 Uhr

Rock & Pop

BZ-Plus Michael Fischer hat eine Studie über Aufstieg und Niedergang der Diskos auf dem südbadischen Land geschrieben. Ein Interview über Selbstverständnis, die Rolle der Discjockeys und viel rustikales Holz.

Sie hießen "Arche", "Waldpeter", "Inside", "Okay" oder "Fuchsbau", manche wie den "Heuboden" in Umkirch oder die Todtmooser "Schwarzwaldspitze" gibt es heute noch – südbadische Diskotheken, die die Jugend ganzer Jahrgänge geprägt haben, die auf dem Land und in Kleinstädten groß geworden sind. Deren Aufstieg und Niedergang zwischen 1970 und 1995 ist das Thema einer neuen Studie von Michael Fischer von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
BZ: In den Sechzigern stand die Elterngeneration der aufkommenden Rock- und Popmusik skeptisch bis ablehnend gegenüber. Wie war deren Haltung, als in den Siebzigern der Aufschwung der Diskos auf dem südbadischen Lande begann?
Fischer: Die Akzeptanz war zunächst nicht so groß, das hat sich dann aber schleichend verändert, hin zu mehr Verständnis für die Jugendlichen. Das zeigt sich zum Beispiel im Sowohl-als-auch-Charakter von Beschwerdebriefen, die wegen Ruhestörung an Behörden geschrieben wurden. "Wir ...

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