Weil am Rhein

Geflüchtete Frauen nähen Masken für Risikogruppen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 07. April 2020 um 07:03 Uhr

Weil am Rhein

Die "Mundmasken" aus Weil sind kein medizinisches Produkt. Der Willkommenskreis und geflüchtete Frauen wollen aber einen Beitrag zum Schutz von Helfern und Risikogruppen leisten.

Die beiden Leiterinnen Annet Tiemessen und Shaza Samra, die zusammen mit dem Willkommenskreis und der Schubert-Durant-Stiftung eine Nähgruppe mit Flüchtlingsfrauen begleiten, hatten vor einigen Tagen die Idee, die vorhandenen Kapazitäten für selbstgenähte Masken zu nutzen. Man habe sich schließlich für das Schnittmuster von Rotkaehlchen mit dem Namen "der Schnabelschutz" entschieden (Anleitung www.rotkaehlchen.de). Diese Maske komme ohne Bügel aus, und liege eng am Gesicht an, heißt es in einer Mitteilung.

Genäht wird daheim

Genäht wird zu Hause, wobei sich auch Näherinnen aus Lörrach der Aktion angeschlossen haben. Der Willkommenskreis Weil spendet die benötigten Materialien. Zusammen mit Thomas Harms von der Rathaus-Apotheke in Weil am Rhein wurde ein Begleittext erstellt, der zusammen mit den Masken abgegeben wird. Er weist darauf hin, dass die "Mundmasken", so die offizielle Bezeichnung, kein medizinisches Produkt sind und die Sicherheitsmaßnahmen auch mit Maske eingehalten werden müssen.

Die ersten Masken konnten letzte Woche abgegeben werden. Der Willkommenskreis möchte mit dieser Aktion explizit Helfer und Risikogruppen unterstützen. So freuten sich die Wärmestube, der Einkaufsdienst der evangelischen Kirchengemeinde Haltingen und der Sozialdienst des DRK Ortsvereins Weil am Rhein-Haltingen über Masken.



120 bis 140 sollen bis Ostern verteilt werden

In dieser Woche gehen selbstgenähte Masken an das Pflegeheim Markgräflerheim und die Seniorenresidenz Erlenhof. Ziel der Initiatorinnen ist es, bis Ostern 120 bis 140 Masken verteilt zu haben. Nach Ostern werde dann geprüft, ob und wo weiterer Bedarf bestehe, so die Mitteilung.

Eine Idee ist, Masken dann auch älteren Bürgern zukommen zu lassen, die nicht in einer Einrichtung leben, aber keine Möglichkeit haben, an welche zu gelangen. Dazu brauche es aber einen Verteilerschlüssel. Der Willkommenskreis hofft, in Kooperation mit anderen Organisationen einen solchen erstellen zu können. Vorschläge können über die Kontakt-Funktion der Homepage www.willkommenskreis.jimdo.com gesendet werden.