Beziehungstat

Frau verletzt schlafenden Partner in Kehl mit Akkubohrer – Polizei sieht Mordversuch

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 27. April 2020 um 16:19 Uhr

Kehl

Ein Beziehungsstreit in Kehl ist so sehr eskaliert, dass die Polizei wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Im Fokus stehen eine 44-jährige Frau und ein Werkzeug.

Mit einem Akkubohrer soll eine Frau in Kehl versucht haben, ihren Partner zu töten. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln gegen die 44 -Jährige wegen des Verdachts des versuchten Tötungsdelikts. Am frühen Sonntagabend soll sie in alkoholisiertem Zustand in einer Wohnung in der Kehler Innenstadt versucht haben, ihrem schlafenden 55-jährigen Partner mit dem elektrischen Bohrer eine Verletzung am Kopf zuzufügen – mit der Absicht, ihn zu töten.

Der Mann sei laut Pressemitteilung durch die Attacke aufgewacht und habe die Frau und den Akkubohrer abwehren können. Der Mann habe am Kopf eine Wunde erlitten, die ambulant versorgt wurde. Hintergrund der Tat soll eine körperliche Auseinandersetzung zwischen dem Paar gewesen sein, zu der es gekommen sei, bevor der ebenfalls alkoholisierte Mann eingeschlafen sei. Die Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen.

Die Frau wird dem Haftrichter vorgeführt

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten der Spurensicherung waren vor Ort und stellten das mögliche Tatwerkzeug sicher. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde noch am Abend die Rechtsmedizin Freiburg eingeschaltet. Der Tatverdächtigen und ihrem Partner wurden Blutproben entnommen.

Die Staatsanwaltschaft hat am Montag gegen die Frau beim Haftrichter den Erlass eines Haftbefehls wegen des dringenden Verdachts des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung beantragt. Im Laufe des Montagnachmittags wird die Frau dem Haftrichter vorgeführt.

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