DAS MACHT SCHULE!

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Do, 21. Februar 2019

Freiburg

KLEINKUNSTBÜHNE

K.U.L.T ist Kult

Das Programm reicht von Gesang über Schauspiel und Poetry Slam bis hin zu Sport und alles zusammen ist K.U.L.T: Kunst, Unterhaltung, Lustiges und Trauriges bringen Schüler, Lehrer und Eltern des Theodor-Heuss-Gymnasiums in St. Georgen auf die Bühne, sie zeigen ihre Talente, Hobbys und auch Einheiten aus dem Unterricht – und zwar am 22. und 23. Februar. Wer zusehen will: Um 19 Uhr geht’s los in der Mensa der Andreas-Hofer-Straße 1, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Eintritt zahlt jeder nach Gutdünken.

THEATER

Showdown am Feuer

In ihrem neuen Stück "Verbrannt" zeigt die Theater-AG der Staudinger-Gesamtschule, wie unterschiedlich Menschen sich verhalten, wenn es ums nackte Überleben geht. 18 Schülerinnen und Schüler aus den achten bis zwölften Klassen haben das Stück mit Beate Graf aus Improvisationen erarbeitet: Mehrere Jugendliche stranden in einer verlassenen Stadt, auf sich allein gestellt. Während sich bei den elitären Internatsschülern schnell hierarchische Strukturen herausbilden, glauben die Outdoorkids, dass sie die Notsituation nur bewältigen können, wenn sie zusammenhalten. Dann kommt es zum Showdown um das Feuer. Aufführungen am 22., 26. und 27. Februar, jeweils ab 19 Uhr in der Staudinger Straße 10. Eintritt frei, Spenden willkommen.

JUBILÄUMSLAUF

Happy birthday Waldorf!

Die Waldorfschüler feiern dieses Jahr den 100. Geburtstag ihrer Schulen, und Freiburg hat gleich drei – in der Wiehre, in St. Georgen und im Rieselfeld. Zudem ist die Michael-Schule, das Sonderpädagogische Bildungszentrum für emotionale und soziale Entwicklung, Mitglied im Bund der Freien Waldorfschulen. Zum Jubiläum laufen die Waldörfler quer durch Deutschland. "Gestartet in Flensburg werden auf drei Routen drei Stäbe von Waldorfschule zu Waldorfschule getragen", erklärt Michael-Schulleiter Andreas Jäger. Neulich auf dem Weg durch Freiburg brachten die Emmendinger Waldorfschüler den Stab mit der Aufschrift "Die Welt ist wahr" zur Michael-Schule in die Kartäuserstraße. Tags darauf liefen die Michael-Schüler zur Waldorfschule Wiehre. Am dritten Tag machten sich 150 Schülerinnen und Schüler der drei Freiburger Waldorfschulen auf den Weg zur Müllheimer Schule – in Etappen erst mit dem Einrad, dann mit dem Fahrrad, mit Inliner und Longboard und die letzten Kilometer zu Fuß. Im September sollen alle Stäbe in Berlin zum Finale eintreffen.

LESUNG ZUM HOLOCAUST

Die Geschichte von Ernst

Die Staudinger-Gesamtschüler hören zu. Und sie sehen das große Schwarz-Weiß-Foto neben dem Autor Robert Domes: Es zeigt den zehnjährigen Ernst Lossa am Tag seiner Einlieferung in ein Erziehungsheim der Nationalsozialisten. Der Kopf des Jungen ist kahlgeschoren, sein Blick durchdringend und traurig. Das Bild hat Robert Domes nicht losgelassen, nachdem ihm der Direktor der psychiatrischen Klinik in Kaufbeuren Ernst Lossas 70 Jahre alte Krankenakte in die Hand drückte und meinte: "Da steckt Stoff für ein ganzes Buch drin." Der Journalist Domes recherchierte und schrieb den Roman "Nebel im August", aus das er anlässlich des Holocaust-Gedenktages in der Schule in Haslach vorlas. Das Buch beschreibt das Schicksal des Jungen, der mit 14 Jahren von den Nationalsozialisten ermordet wurde.

GASTLEHRER

Annyeonghi kaseyo!

Auf Wiedersehen haben die Walter-Eucken-Schüler ihrem koreanischen Lehrer gesagt. Il Yong Choi war mit einem Austauschprogramm zwischen Baden-Württemberg und Südkorea drei Wochen in Freiburg. Der Gastlehrer besuchte angehende Kaufleute in Fächern wie BWL und Marketing, um einen Einblick ins duale Ausbildungssystem zu bekommen, das es so in Südkorea nicht gibt, wie seine Freiburger Kollegin Katharina Kurz erklärt. Die künftigen Tourismuskaufleute hat Il Yong Choi über sein Heimatland unterrichtet. Was ihm in Deutschland auffiel: Die Schüler machen viel mehr mit, Berufsschule und Betriebe sind eng verzahnt und die Lehrerzimmer sind technisch schlechter ausgerüstet.

Fasnachtsumzüge, Butterbrezeln und Tramfahren gab’s auch: Die beiden Lehrerinnen Sarah Eming und Irina Schindler haben dem Gast die Gegend gezeigt. Eine Erfahrung war für den Südkoreaner, wie problemlos man im Dreiländereck arbeiten, reisen und Grenzen überschreiten kann. Im April besuchen die Lehrerinnen die Berufsschule in Wonju.

AKTIVTAG

Spaßiger Sporttag

Basketball, Capoeira, Kampfsport: Das sind drei von den sechs Sportarten, die Schüler und Schülerinnen zwischen 16 und 20 Jahren von der der Merian-Schule in Neuburg ausprobieren konnten. Organisiert wurde der Aktivtag in der Gerhard-Graf-Sporthalle von der Badischen Sportjugend (BSJ). Vertreter von sechs Sportvereinen hatten ein Ziel: Jugendliche zum Sport zu motivieren.

Zwei schwere helle Vorhänge teilten die Halle in drei Felder und in jedem fand ein kurzes Training statt. In Gruppen von 10 bis 15 Leuten konnten die Schüler tanzen, Football spielen oder sich im Ringen versuchen. Nach 25 Minuten gab’s einen Stationswechsel. Egal, ob es um Basketball-Dribbeln oder Balanceübungen in Capoeira ging, beteiligten sich alle und hatten sogar viel Spaß dabei, sich auf den Boden werfen zu lassen. "Es ging schon um 8.30 Uhr los", erzählt Merian-Sportlehrer Felix Klumpp. Mit kurzen Pausen – eine davon wegen einer Feueralarmübung – ging der Aktivtag bis 13 Uhr. Dann gab’s Obst als Belohnung. Der Sporttag findet öfter an verschiedenen Orten und Schulen in Freiburg statt. "Jedes Mal sind es andere Sportarten", erklärt David Wetzel, Organisator und BSJ-Bildungsreferent.