Interview

Der Judaist Ruben Frankenstein spricht über die jüdische Geschichte in Freiburg

Julia Littmann

Von Julia Littmann

Di, 19. Januar 2016

Freiburg

BZ-INTERVIEW mit Ruben Frankenstein zur jüdischen Geschichte Freiburgs zur Feier von 150 Jahren Israelitische Gemeinde Freiburg.

Am Donnerstag, 21. Januar, ist Festtag im Jüdischen Gemeindezentrum an der Nußmannstraße: Dann nämlich werden runde 150 Jahre Israelitische Gemeinde in Freiburg mit einem Festakt gefeiert. Julia Littmann sprach mit Ruben Frankenstein, Dozent für Judaistik und seit 40 Jahren in Freiburg, über die Kontinuität und über Meilensteine jüdischen Lebens in Freiburg.

BZ: In der Chronologie zum "Rundgang Jüdisches Freiburg" hat die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit vier israelitische Gemeinden in Freiburg aufgelistet, die bis 1281 zurückreichen – es gebe also 735 Jahre jüdische Gemeinden in Freiburg zu feiern – ist das richtig?
Ruben Frankenstein: Das stimmt, denn tatsächlich ist für das Jahr 1281 nicht nur die Ansiedlung von Juden in Freiburg dokumentiert, sondern auch das erste jüdische Gotteshaus, die sogenannte "Schul" in der Wasserstraße.

BZ: Besteht die Kontinuität jüdischen Lebens in Freiburg nicht auch darin, dass Juden ermordet oder aus der Stadt vertrieben wurden?
Frankenstein: Das ist auf eine Art richtig – es zieht sich durch diese 735 Jahre Geschichte, dass dreimal Gemeinden entstanden und interessanterweise immer zerstört wurden, bevor sie dieses magische 70. Jahr erreicht ...

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