Der Kolonialismus bleibt Thema

Anja Bochtler

Von Anja Bochtler

Fr, 07. März 2014

Freiburg

Allmählich beginnt Freiburg mit der Aufarbeitung seiner Rolle.

Anfang der Woche kamen besondere Gäste ins Haus zur lieben Hand: Dort überreichte die Universität am Dienstag einer Abordnung der Regierung Namibias 14 Schädel aus der Alexander-Ecker-Sammlung (die BZ berichtete). Sie waren während der Kolonialzeit geraubt und nach Freiburg gebracht worden. Die Auseinandersetzung mit den Kolonialverbrechen zu Beginn des 20. Jahrhunderts fing in Freiburg, genau wie in anderen deutschen Städten, erst vor wenigen Jahren an. Auch nach der Rückgabe der Schädel soll es damit weitergehen – auf verschiedenen Ebenen.

Es war ein sehr kleiner Rahmen: Bei der Rückgabezeremonie im "Haus zur lieben Hand" waren nur geladene Gäste zugelassen. Die namibische Regierung hatte sich das so gewünscht – wahrscheinlich wegen der Eklats, zu denen es im Herbst 2011 beim ersten Rückgabetermin in Berlin gekommen war. Dort hatten die deutschen Politiker die Entschuldigung und Bereitschaft zur Wiedergutmachung verweigert, die sich die Opfergruppen Namibias wünschen.

Dennoch wäre es gut gewesen, wenn die Rückgabe unabhängig von der internen Zeremonie als Anlass für eine ...

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