Heiligenbild

Die unendliche Geschichte ums Freiburger Martinstor

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Mi, 06. April 2016

Freiburg

Irrungen und Wirrungen: Seit fast 50 Jahren diskutiert die Stadt immer wieder, ob das Martinstor wieder ein Bild bekommen soll.

Bekommt das Martinstor wieder ein Martinsbild? Diese Frage stellt sich Freiburg seit fast 50 Jahren in schöner Regelmäßigkeit. Und ebenso regelmäßig gibt es turbulente Debatten, hämische Kommentare und fassungslose Mäzene. Der Gemeinderat könnte die Frage in seiner nächsten Sitzung am Dienstag jetzt endgültig klären. Anlass genug, die Geschichte näher zu beleuchten.

1201/1202
In dem Winter werden Bäume für den Bau des Stadttores geschlagen, das im Jahr 1238 zum ersten Mal in Urkunden als "Porta Sancti Martini" auftaucht. Unklar ist, ob das Tor so heißt, weil es ein Bild des Heiligen Martin schmückt, oder wann das erste Bild darauf gemalt wird. Fest steht laut Stadthistoriker Peter Kalchthaler, dass das Tor später auch Gefängnis ist und man über die Insassen sagt, ihnen werde der Martinsmantel umgehängt.

1664
Der Maler Matthäus Kiefer trägt das erste Martinsbild auf, das urkundlich erwähnt wird. Rechnungen im Stadtarchiv belegen: Es wird mehrfach erneuert.

Um 1800
Kiefers Martin wird erneuert. Es ...

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