Positionen

Der geplante Stadtteil Dietenbach ist Fluch oder Segen – je nach Blickwinkel

Uwe Mauch

Von Uwe Mauch

Do, 25. Oktober 2018 um 09:20 Uhr

Freiburg

BZ-Plus Den Beschluss, einen neuen Stadtteil zu realisieren, hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit gefällt. Die Stadtverwaltung arbeitet unter Hochdruck an der Realisierung. Eine Initiative dagegen fordert: "Rettet Dietenbach". Die BZ stellt die Positionen gegenüber.

Für den neuen Stadtteil
Rüdiger Engel von der Projektgruppe Dietenbach erklärt, warum er den neuen Stadtteil für nötig hält.
BZ: Hochspannungsleitungen, energetische Standards: Die Grundstücke in Dietenbach werden teuer. Garantieren Sie, dass dennoch günstiger Wohnraum entsteht?
Engel: Bei der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme werden die Grundstücke preisgebunden verkauft, und zwar deutlich unter dem Grundstückswert. Wir kalkulieren mit 680 Euro pro Quadratmeter. Wo in Freiburg ist erschlossenes Wohnbauland für diesen Preis zu bekommen? Nicht teurer Dachgeschossausbau behebt den Mangel an bezahlbarem Wohnraum, sondern nur der neue Stadtteil. Die Stadt wird wohl 40 bis 50 Prozent der Flächen besitzen, auf denen dann die kommunale Wohnungsgesellschaft sozialen Mietwohnungsbau realisieren kann, und Baugenossenschaften können auch für Geringverdiener, die keinen Wohnberechtigungsschein haben, bezahlbare Wohnungen bauen.

BZ: Das Gelände muss mit 2,5 Millionen Kubikmeter Erdreich bis zu drei Meter hoch aufgeschüttet werden. 130 Hektar Grün- und Agrarflächen werden versiegelt. Wie passt das zu einer Green City?
Engel: Auch Rieselfeld ist höher gelegt worden. Es gibt in Freiburg hohe Grundwasserstände. Für trockene Keller, Tiefgaragen, Regenwasserkanäle und Versorgungsleitungen ist daher eine Anschüttung erforderlich. Wir rechnen inzwischen mit nur einer Million ...

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