AKW Fessenheim

Freiburg hat keinen Plan für den Super-GAU

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Di, 15. März 2011

Freiburg

Das AKW Fessenheim ist 20 Kilometer nah, doch Behörden haben keine Evakuierung vorgesehen.

Wäre Freiburg gerüstet, wenn im nahen Atomkraftwerk Fessenheim eine Katastrophe passieren würde wie im japanischen Fukushima? Man könne nicht von einem Katastrophenschutzplan, sondern allenfalls von einem "Kataströphchenschutzplan" sprechen, sagt Axel Mayer, Geschäftsführer des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) südlicher Oberrhein in Freiburg. Bürgermeister Neideck will sich dazu nicht äußern. Fast 2000 Freiburger gingen derweil gestern gegen Atomkraft auf die Straße.

BUND-Aktivist Mayer fordert: Freiburg muss sich "endlich einmal ernsthaft" damit beschäftigen und in einem Arbeitskreis mit Experten "einen realistischen Katastrophenschutzplan erarbeiten". Laut Mayer taugt der Notfallschutzplan des Regierungspräsidiums (RP) nur, wenn geringe Mengen an Radioaktivität freigesetzt werden. Oder wenn nach der Katastrophe mehrere Tage Zeit bleibt, bis sich die nukleare Strahlung ausbreitet. Werde Radioaktivität in größeren Mengen schon kurz nach einer Katastrophe freigesetzt, sei der Notfallplan unrealistisch.

Ein ...

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