Kleine Pflanzen muss man gießen

Hannah Fedricks Zelaya

Von Hannah Fedricks Zelaya

So, 10. Februar 2019 um 00:00 Uhr

Freiburg

Der Sonntag Auf welcher Grundlage arbeiten Erzieher und Erzieherinnen? – Zu Besuch in einer Kita, die das Infans-Konzept umsetzt

Hannah Fedricks Zelaya
Hochkonzentriert schaufelt Levin mit seiner Hand Salat auf seinen Teller. "Versuchs mal mit der Gabel", ermuntert ihn Beate Obser mit ruhiger Stimme. Knapp 20 Kinder sitzen verteilt an vier Tischen, die meisten von ihnen sind unter drei Jahren alt. Leise Gespräche und das Klappern von Gabeln an Tellern erfüllt den Raum. Levin isst den Rest des Salates einfach aus der Schüssel. Jonas’ Teller ist schon leer, Rebekka schaut mit roten Backen in die Luft. Beate Obser steht auf. "Jonas, hast du deinen Teller alleine weggeräumt", fragt sie. "Hat dich das beeindruckt?", fragt Jonas zurück. "Ja, das hat es", bestätigt Beate Obser mit einem Lächeln. Und meint dabei beides: Den weggeräumten Teller und den neu erweiterten Wortschatz des Zweijährigen.

Beate Obser ist Erzieherin in der Freiburger Kita Tausendfühler und dort verantwortlich für die Umsetzung des Infans-Konzeptes. Infans (von Institut für angewandte Sozialisationsforschung/Frühe Kindheit e.V. Berlin) ist ein Handlungskonzept, nach dem seit 2004 alle städtischen Kitas arbeiten.

Infans setzt bei den Interessen und Themen der Kinder an. Es arbeitet mit Beobachtungen aus denen sich sogenannte pädagogische Handlungen für die Erzieher ergeben. Diese sind wiederum auf die Erziehungsziele ausgerichtet, einer Art Vision des Kindes im Erwachsenenalter. Formuliert heißt das beispielsweise: "Jeder Mensch sollte in der Lage sein, sich sprachlich ausdrücken zu können." Gemeinsam mit den Eltern werden bei Eintritt in den Kindergarten weitere persönliche Erziehungsziele verfasst.

"Wir wollen, dass die Kinder zu selbstständigen ...

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