Reichskolonialtagung 1935

Wie Freiburg vor 80 Jahre zur Bühne der deutschen Kolonialbewegung wurde

Heiko Wegmann

Von Heiko Wegmann

Fr, 14. August 2015 um 11:54 Uhr

Freiburg

So etwas hatte Freiburg noch nicht gesehen: Mitte Juni 1935 prägten mehr als 900 ehemalige Kolonialsoldaten in ihren Traditionsuniformen das Straßenbild. Dazu kamen über 1800 Teilnehmer einer "Reichskolonialtagung".

Deutsche Kolonien in Übersee – dieser Gedanke war seit Ende des 19. Jahrhunderts ein ernstzunehmender Faktor der deutschen Politik geworden. In Freiburg sollte dies ganz deutlich gemacht und gestärkt werden.

Veranstalter des Spektakels war der Reichskolonialbund, ein Zusammenschluss unter Führung der Deutschen Kolonialgesellschaft. In Freiburg hatte sich eine Kolonialbewegung schon Anfang der 1880er Jahre formiert, doch erst 50 Jahre später wurde die Stadt Schauplatz einer kolonialen Großveranstaltung.

Dies lag vor allem an dem Geschick des Stadtverordneten Max Knecht. Der ehemalige Kolonialoffizier war seit 1925 Vorsitzender der Deutschen ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ