Einweihung

Mit Wasserrad und Murmelbahn: Sanierte Spielplätze in Tiengen und in der Oberau

Eva Opitz

Von Eva Opitz

Do, 15. Mai 2014

Freiburg

Zwei Spielplätze in Tiengen und in der Oberau sind nach aufwändiger Sanierung wieder eingeweiht worden.

TIENGEN/OBERAU. Gleich zwei grundlegend sanierte Spielplätze sind diese Woche wieder eingeweiht worden: In die Plätze an der Traubenannahme in Tiengen und an der Hirzbergstraße in der Oberau hat die Stadt insgesamt 175 000 Euro investiert.

Eine gewaltige, tiefgrüne Grasschlange, die sich um den Platz windet, ist Namenspatronin für den am Dienstag eröffneten, rundum sanierten "Schlangenspielplatz" am östlichen Ortseingang von Tiengen. Bei der kleinen Einweihungsfeier geht Martin Leser, Stellvertretender Leiter des Garten- und Tiefbauamtes, auf den früher maroden Zustand des Platzes ein: "Wir haben erkannt, dass da etwas gemacht werden muss." Das "etwas" stellt sich als eine rund 65 000 Euro teure Investition in eine völlig umgestaltete Hügellandschaft mit Nest- und Babyschaukel, Klettergerüst, Wasserspielanlage und diversen anderen Vergnügungen heraus. Mit einem Dank an die Stadt eröffnet Ortsvorsteherin Ruthild Surber offiziell den Platz, den die Kinder schon vorher in Besitz genommen haben.

Auf einem kleinen Podest steht die siebenjährige Franziska und pumpt mit viel Schwung Wasser in hölzerne Leitungen. In Teamarbeit lenkt der achtjährige Paul voller Konzentration das Wasser über ein kleines Mühlrad und dann in den großen Sandkasten. Dort waten kleinere Kinder wie Leonie und Michael schon begeistert im Matsch. Inzwischen hat der fünfjährige Moritz das Klettergerüst erobert. Der Platz füllt sich mehr und mehr mit Kindern, Müttern und Großmüttern. Von Anfang an waren Eltern und Kinder an der Planung beteiligt. "Wir durften Sachen vorschlagen, die so nicht vorgesehen waren, wie zum Beispiel ein Podest bei der Seilbahn", sagt Mirjam Krines, "so müssen wir Mütter nicht jedes Mal die Kleinen hochheben." Bei einer Mitmachaktion im März kamen rund 50 Tiengener mit ihren Kindern, um Büsche einzupflanzen und Gras zu säen. "Je mehr die Eltern mitgestalten, desto mehr identifizieren sie sich mit dem Platz", sagt Martin Leser. Die Wasseranlage wird über eine Leitung von der benachbarten Jugendhütte mit Trinkwasser gespeist. So kann das Risiko verkeimten Wassers vermieden werden. "Die Jugendlichen waren sehr geduldig, obwohl sie ihre Hütte wegen der Bauarbeiten drei Wochen nicht benutzen konnten", sagt Christa Bähr vom "Arbeitskreis Jugendhütte Tiengen". Und während der erste Schokoladenschaumkuss schon im Sand liegt und heftig beweint wird, haben die größeren Jungen den Bolzplatz direkt daneben entdeckt und kicken mit Leidenschaft.

Ebenfalls aufwändig umgestaltet wurde der Spielplatz an der Hirzbergstraße. Hier wurden sogar 110 000 Euro investiert, um das naturnahe Konzept des Garten- und Tiefbauamtes umzusetzen – unter anderem in eine Berg- und Tallandschaft, Steinhäuschen zum Verstecken, Balken und Holzbrücken zum Balancieren, eine Nestschaukel und eine Wasserpumpe. Als Novum in Freiburg gibt es eine Murmelbahn aus Holz.