Bürgerentscheid

Das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen Dietenbach hat die Politik kalt erwischt

Klaus Riexinger, Otto Schnekenburger

Von Klaus Riexinger & Otto Schnekenburger

So, 20. Januar 2019 um 09:19 Uhr

Freiburg

Der Sonntag Die wenigsten glaubten, dass die Gegner genug Unterschriften zusammenbekommen. Die Strategie lautete daher: Besser die Initiative totschweigen, als sich ihr offensiv entgegenstellen.

Der erste Schritt, einen Bürgerentscheid zu verlieren, ist es, den Gegner zu unterschätzen. Dieser Fehler ist der Stadtverwaltung und den Befürwortern eines künftigen neuen Stadtteils im Westen Freiburgs bereits unterlaufen: Die wenigsten haben geglaubt, dass die Gegner genug Unterschriften für das Bürgerbegehren zusammenbekommen. Die Strategie lautete entsprechend: Besser die Initiative totschweigen, als sich ihr offensiv entgegenstellen.

Entscheiden sich die Bürger gegen Dietenbach, sind sechs Jahre Planungen in den Sand gesetzt
Den Bürgerentscheid hätte er nicht gebraucht, sagte Baubürgermeister Martin Haag am Donnerstag beim Neujahrsempfang des SC Freiburg in Kirchzarten. "Das bringt viel Unsicherheit." Längst dämmert den Planern, dass der im Dezember 2012 vom Gemeinderat erstmals beschlossene Stadtteil Dietenbach auf der Kippe steht. Die Stadt mit einem jährlichen Zuwachs von 1 000 bis 2 000 Einwohnern stünde im Fall einer Niederlage nicht nur ohne Wachstumsperspektive da – sie hätte auch mehr als sechs Jahre Planung in den Sand gesetzt.

Keine andere Stadt in Deutschland plant derzeit einen so großen Stadtteil wie Freiburg: Zwischen Rieselfeld und dem Autobahnzubringer Mitte sollen spätestens ab 2026 6 500 Wohnungen für rund 15 000 Menschen auf 110 Hektar Land entstehen. Die Zeit zwischen der Vorfreude auf der Bürgermeisterbank auf das neue Stück Freiburg und dem ...

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