Mutmaßliche Fälle

Freiburger Erzbistum korrigiert sich erneut im Missbrauchs-Streit

Jens Schmitz

Von Jens Schmitz

Fr, 07. Mai 2021 um 21:23 Uhr

Südwest

Im Streit um einen mutmaßlichen Missbrauchsfall hat sich das Freiburger Erzbistum am Freitag in weiteren Punkten korrigiert. Es ist eine weitere E-Mail aufgetaucht.

Im Streit um einen mutmaßlichen Missbrauchsfall hat sich das Freiburger Erzbistum am Freitag in weiteren Punkten korrigiert. Auf einen Bericht von BZ und "Sächsische Zeitung" hatte das Ordinariat zunächst mit "Klar- und Richtigstellungen" reagiert.

Darin hatte es erklärt, die Betroffene behaupte nur, dass wichtige Unterlagen ans Erzbistum geschickt worden seien. Ihr Antrag sei nicht als "schlüssig und plausibel" bezeichnet worden. Vatikanbehörden seien zum Schluss gekommen, die Vorwürfe ließen sich "im kirchenrechtlichen Sinn nicht erhärten".

Neue E-Mail aufgetaucht

Am Mittwoch war die Darstellung auf der Homepage des Bistums mit einer "Aktualisierung" versehen gewesen: "Nach erneuter Prüfung" seien die vermissten Unterlagen aufgetaucht. Am Freitag waren auch fast alle anderen Punkte überarbeitet.

Man habe eine weitere E-Mail gefunden, in der der Antrag als "schlüssig und plausibel" bezeichnet sei. "Die abweichende Darstellung auf der Grundlage des bisherigen Kenntnisstands in einer früheren Fassung dieser Richtigstellung bedauern wir." Das Bistum räumt nun auch ein, dass die Entscheidung Roms erst noch aussteht.

Die Vorgeschichte