Chemie

Freiburger Nobelpreisträger entdeckte 1922 das Element Hafnium

Franz Schmider

Von Franz Schmider

Sa, 24. August 2019 um 17:07 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Georg von Hevesy war erst Student, dann Professor für Chemie in Freiburg – und ein bahnbrechender Wissenschaftler: 1922 fand er nach akribischer Suche das letzte fehlende Element des Periodensystems.

Der Name Friburgium könnte heute im Periodensystem der chemischen Elemente stehen, Ordnungszahl 72, Atommasse 178,49. Doch der Platz ist seit 1922 mit dem Namen Hafnium belegt, nach Hafnia, dem alten Namen der Stadt Kopenhagen. Dass die dänische Hauptstadt in dem weltweiten Register vertreten ist, verdankt sie Georg von Hevesy – und der war zunächst Student, später Professor für Chemie in Freiburg, bahnbrechender Wissenschaftler und Nobelpreisträger.

Hevesy hat Hafnium aber nicht einfach entdeckt, sofern man mit dem Begriff auch nur annähernd etwas wie Zufall verbindet. Denn er hat das Element nicht einfach gefunden, wie man eine Münze auf der Straße findet. Es handelt sich vielmehr um das Ergebnis akribischer, hartnäckiger und vor allem mit großer wissenschaftlicher Systematik betriebener Suche.

1885 in Budapest als Sohn eines jüdischstämmigen Kaufmanns geboren
Für Nicht-Naturwissenschaftler mag das Periodensystem eine mehr oder weniger kryptische Tabelle voller Geheimcodes sein – Namen, Symbole, Abkürzungen und Ziffern, dazu Kästchen, die mit verschiedenen Farben unterlegt sind, eine waagrechte und senkrechte Anordnung, die unerklärliche Leerstellen enthält, deren Entschlüsselung eine Sache für Fachleute ist. Leute wie Hevesy, die ein solches System lesen können wie Musiker eine Partitur.

Hevesy, 1885 in Budapest als Sohn eines jüdischstämmigen Kaufmanns geboren, hatte das Privileg, dass er sich dank des elterlichen ...

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