Baby-Boom

Freiburger Uniklinik liegt bei Geburten auf Rekordkurs

Uwe Mauch

Von Uwe Mauch

Sa, 13. August 2022 um 06:30 Uhr

Freiburg

In Freiburgs Kliniken könnten in diesem Jahr noch mehr Babys zur Welt kommen als 2021. Das Uni-Klinikum stellt voraussichtlich einen Rekord auf. Das Diakoniekrankenhaus erhöht seine Kapazität durch einen Neubau.

Die Uniklinik liegt in diesem Jahr erneut auf Rekordkurs: Bis Ende Juli brachte die Geburtsstation gut 50 Babys mehr auf die Welt als zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Diakoniekrankenhaus und Josefskrankenhaus liegen derzeit leicht unter den Werten des Vorjahres. Trotzdem stoßen sie immer wieder an ihre Kapazitätsgrenze und müssen "einige wenige Geburten ablehnen", wie Leonie Ottmer von der Artemed-Gruppe berichtet, zu der das Josefskrankenhaus gehört. Das kommt auch im Diakoniekrankenhaus vor, das nicht zuletzt deshalb mit dem Neubau eines Kreißsaals beginnt.

Im vergangenen Jahr knackte Freiburg die 6000er-Marke. 6029 Neugeborene verzeichnete das städtische Standesamt – das waren 370 mehr als im Vorjahr. In diesem Jahr könnte es den nächsten Rekord geben. 1247 Geburten zählte die Universitätsklinik im Stühlinger bis Ende Juli. Im Jahr zuvor waren es 1195. Eine Hochrechnung, meint Sprecher Johannes Faber, sei aufgrund saisonaler Schwankungen schwierig. Vermutlich, so die vorsichtige Schätzung, werden es bis Silvester mehr als 2200 Geburten sein. Keine Freiburger Spezialität. Laut Faber steigen die Geburtenzahlen insgesamt.

Hohe Zahl der Ukrainerinnen wirkt sich kaum aus

865 Geburten zählte das Diakoniekrankenhaus in Landwasser bis Ende Juli. Im vergangenen Jahr waren es 30 mehr. Bis Jahresende, so Sprecher Thilo Jakob, dürften es rund 1600 sein und damit etwas mehr als im vergangenen Jahr (1570). Auch im Josefskrankenhaus im Stadtteil Herdern kamen mit 1026 Babys etwas weniger zur Welt als im Vorjahr, teilt Sprecherin Leonie Ottmer mit. Zum Jahresende, so die Schätzung, könnten es so viele sein wie im Vorjahr: mehr als 2100. Rechnet man Hausgeburten dazu, könnte Freiburg die Bestmarke des vergangenen Jahres knapp übertreffen. Die hohe Zahl an Ukrainerinnen, die in Freiburg Zuflucht gefunden haben, wirkt sich nach übereinstimmenden Angaben der drei angefragten Geburtskliniken kaum aus.

Trotz des Personalmangels auf allen Ebenen betonen die Einrichtungen, dass der Betrieb "in gewohntem Umfang aufrechterhalten und gewährleistet" werden könne. Allerdings, so Thilo Jakob vom Diakoniekrankenhaus, hielten die räumlichen Gegebenheiten mit den stark steigenden Geburtenzahlen nicht Schritt. Das soll nun ein Neubau ändern.

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