Fürs Bienenglück

Julia Littmann

Von Julia Littmann

Di, 14. April 2020

Freiburg

Neues Projekt der Freiburger Bürgerstiftung in einem Video.

FREIBURG. "Es gibt auch schöne Nachrichten in diesen Tagen", sagt Sigrid Faltin, "zum Beispiel, dass wir uns alle stark machen können gegen das Insektensterben." Das neue Projekt der Freiburger Bürgerstiftung heißt "Freiburger Bienenglück", Sigrid Faltin hat es angestoßen. Als Filmemacherin macht sie die Aktion in einem kurzen Video animierend verständlich: Mit 50-Euro-Anteilen kann man den St. Georgener Bauern Fabian Falkner unterstützen, der 4200 Quadratmeter Ackerfläche als ertraglose Blühwiese angelegt hat.

Die Botschaft hinter dem "Freiburger Bienenglück" ist klar. Nach viel Zuspruch und Aufregung um die Bienenrettungsinitiative im Vorjahr wollte Sigrid Faltin zum Handeln anregen: "Wir sollten nicht auf die Landwirte schimpfen, sondern ihnen und den Insekten und Vögeln und sonstigen Arten das Überleben sichern."

Wie das geht? Im Video ist’s zu sehen. Der 22-jährige Landwirt Fabian Falkner sät Wildblumensamen auf drei großen Ackerflächen in St. Georgen und Dietenbach aus. Die Bürgerstiftung garantiert ihm, dass er dank Spenden genauso viel Ertrag mit dieser Aussaat erzielen wird, als wenn er dort Ackerfrüchte anbauen würde. Für hundert Quadratmeter sollen deshalb Spender gefunden werden, die mit je 50 Euro für einen Quadratmeter die bienenfreundliche Aussaat für die gesamte Fläche unterstützen und sie so finanzieren.

Dass es inzwischen ähnliche Initiativen in der Region gibt, freut Faltin: "Da gibt es keine Konkurrenz, denn wir ziehen ja alle an einem Strang." Und Landwirt Fabian Falkner setzt auf gute Resonanz und auch auf Regen. "Damit die Saat aufgeht", erklärt der Landwirt, "brauchen wir unbedingt auch Regen!" Und damit die Saat des bienenfreundlichen Projekts aufgeht, braucht’s Spender.

Mehr Infos gibt’s unter http://www.freiburger-buergerstiftung.de und im Videoclip unter mehr.bz/bienenglueck

Zudem sind Blühpatenschaften am Tuniberg möglich, Infos Tel. 07664/95880, oder in Opfingen, Infos unter http://www.nabu-freiburg.de