Gerätehaus wird umgebaut

Boris Burkhardt

Von Boris Burkhardt

Fr, 29. Mai 2020

Rheinfelden

Feuerwehrfrauen aus Degerfelden bekommen eigene Dusche / Großer Mannschaftsraum geplant.

. Das Amt für Gebäudemanagement hat dem Degerfelder Ortschaftsrat am Dienstag zur Kenntnisnahme die Umbaupläne für das Feuerwehr-Gerätehaus vorgelegt. Die Stadt wartet nun die Stellungnahme des Denkmalamts ab und hofft, im Sommer mit den Bauarbeiten zu beginnen.

Der Umbau des Feuerwehrmagazins ist laut Ortsvorsteherin Karin Reichert-Moser "einfach notwendig". Degerfelden sei mit 26 Mann eine der größten Abteilungen der Stadt, in der auch zwei Frauen dienten. Alleine vom Gesetz her ist die Feuerwehr deshalb verpflichtet, einen separaten Umkleide- und Nassbereich für die Frauen einzurichten, wie Abteilungskommandant Frank Fröhle hinzufügte.

Bereits im Jahr 2008 habe sich die Abteilung dieses Problems angenommen und ein Provisorium für eine Frauenumkleide eingerichtet; weiterhin müssen diese aber Dusche und Toiletten der Männer mitbenutzen.

Noch in diesem Sommer soll nun ein permanenter Innenumbau erfolgen, der auch einem neuen Mannschaftsraum mehr Platz geben soll. Laut Stefan Matt vom Gebäudemanagement warte die Stadt nun noch auf das Einverständnis des Denkmalamts, was vier bis sechs Wochen dauern könne. Die Arbeiten sollen dann spätestens im Juli beginnen. Im städtischen Haushalt sind Ausgaben von 133 000 Euro dafür vorgesehen. Außerdem werden die Feuerwehrleute Eigenleistung erbringen.

Der Platz für den Nassbereich wird verdoppelt

Die jetzige Männerumkleide im Anbau wird erhalten bleiben, die Frauenumkleide im Altbau des Rathauses von drei auf fünf Quadratmeter vergrößert. Der bisherige Nassbereich im Altbau wird um den Raum der heutigen Küche erweitert, die neu im bisherigen Mannschaftsraum eingerichtet wird. Der Platz für den Nassbereich verdoppelt sich damit von zehn auf 22 Quadratmeter, sodass er in zwei Bereiche mit jeweils einer Dusche und einer Toilette, bei den Männern zusätzlich zwei Pissoirs, geteilt werden kann. Die Männer erhalten einen neuen Durchgang von der Umkleide im Neubau in den Nassbereich im Altbau.

Die beiden Garagenplätze im Altbau werden den neuen Mannschaftsraum von insgesamt 67 Quadratmetern bilden. Dazu wird laut Stefan Matt die tragende Wand zwischen beiden Garagen entfernt und durch einen Stahlträger ersetzt. Außerdem erfolgt ein Durchbruch zur neuen Küche, dem bisherigen Mannschaftsraum. In einer Garage steht aktuell noch ein Oldtimer-Fahrzeug, die andere dient als Lagerraum. Die beiden blauen Tore werden durch rote Fenster mit einer Tür ersetzt.

Karin Reichert-Moser legte Wert darauf, dass sich diese Tür ganz links befindet, weil sich durch den Wegfall der Tore an dieser Stelle die Möglichkeit eröffne, eine barrierefreie Rampe für den Rathauseingang anzubringen.