Gesundheit

Warum Infekte fürs Immunsystem so wichtig sind

Kathrin Blum

Von Kathrin Blum

Mi, 22. März 2017 um 16:17 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Mittelohrentzündung, Keuchhusten und Noro-Virus: Kinder müssen sich mit vielen Krankheiten herumschlagen. Warum ihr Überstehen wichtig ist, erklärt der Kinderarzt Philipp Henneke im Interview.

Mittelohrentzündung, Keuchhusten, Magen-Darm-Virus, fiebriger Infekt: Die Liste der Krankheiten, mit denen sich Kinder in ihren ersten Lebensjahren herumschlagen, ist lang. Aber müsste sie aufgrund guter medizinischer Versorgung und Forschung nicht kürzer sein als früher?

BZ: In der Kita grassiert das Hand-Mund-Fuß-Virus. Die Großeltern behaupten: Das gab es früher nicht. Die Nachbarin sagt: Meine Kinder hatten das schon, es ist hochansteckend. Das betroffene Kind fiebert und jammert. Gibt es tatsächlich neue Kinderkrankheiten?
Henneke: Krankheiten verändern sich im Laufe der Zeit. Das beruht auf Veränderungen der Erreger, aber auch auf Veränderungen im Lebensstil, in der Ernährung und bei Umweltfaktoren. Viele Fragen in diesem Bereich sind aber ungeklärt.

BZ: Können Sie ein Beispiel nennen für einen Erreger, der sich verändert?
Henneke: Als Erreger der Krankheit SARS, die Anfang der 2000er Jahre vor allem in Asien etliche Todesopfer gefordert hat, konnte ein bis dahin unbekanntes Coronavirus nachgewiesen werden. Seither wissen wir: Viele Atemwegserkrankungen, die nicht so schwer verlaufen wie SARS, werden durch Coronaviren ausgelöst. Die von Ihnen angesprochene Hand-Mund-Fuß-Krankheit kennen wir hingegen schon lange. In anderen Ländern, etwa China, kommen auch sehr schwere ...

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