Hirtler

Gute Chancen für insolvente Seifenfabrik in Heitersheim

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Di, 28. Januar 2020 um 15:43 Uhr

Wirtschaft

Der Seifenhersteller Hirtler, Teil der insolventen Kappus-Gruppe, hat gute Chancen zu überleben. Ein Investor ist gefunden, die letzten Details des Kaufvertrages werden gerade ausgehandelt.

Für die Hirtler-Seifenfabrik in Heitersheim zeichnet sich die Rettung ab. Wie Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko mitteilte, führe er finale Kaufvertragsverhandlungen mit einem Investor, der Hirtler Seifen in Heitersheim und die Kappus Riesa in Riesa übernehmen will. Beide Werke gehören zur insolventen Kappus-Gruppe. Dagegen wird der Standort in Krefeld nach Aussage des Insolvenzverwalters aufgegeben. Der Investor habe von einer Übernahme wieder Abstand genommen. Es habe keine Einigung mit dem Kunden über auskömmliche Preise erzielt werden können. In Heitersheim sind laut Insolvenzverwalter 77 Menschen beschäftigt, in Riesa 73 und in Krefeld 98.

Die Kappus-Gruppe hatte Ende September 2018 Antrag auf Insolvenz gestellt. Hintergrund waren gestiegene Rohstoffpreise bei gleichzeitig hohem Preisdruck auf der Kundenseite. Der Umsatz der Gruppe beläuft sich auf rund 80 Millionen Euro, 70000 Tonnen Seife werden jährlich produziert. Die Gruppe stellt sowohl Flüssig- als auch Festseifen her.

Nach Aussage von Danko will der Investor das Werk in Heitersheim "vollumfänglich fortführen." Kunden und Gläubiger hätten der Übernahme bereits zugestimmt. Jetzt müssen noch die letzten Details des Kaufvertrages vereinbart werden.