Handwerk und IHK fordern ein Soforthilfepaket

Barbara Schmidt

Von Barbara Schmidt

Sa, 21. März 2020

Wirtschaft

Für Unternehmen in Südbaden.

FREIBURG (bas). Um die von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen zu stützen, haben Bundes- und Landesregierung Kredite und weitere Hilfen beschlossen. Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein und Handwerkskammer Freiburg halten aber umfangreichere Unterstützung für notwendig.

"Wir brauchen dringend ein Soforthilfepaket, das die Handlungsfähigkeit unserer Betriebe erhält. Kredite werden da nicht reichen", betont Johannes Ullrich, der Präsident der Handwerkskammer. IHK-Präsident Steffen Auer fordert, dass die Liquiditätshilfen schnell und unbürokratisch abrufbar sein müssten. Und eines müsse dem Staat klar sein: "Es handelt sich hierbei um einen verlorenen Zuschuss. Ein Großteil wird nicht zurückgezahlt werden können", so Auer.

Anders als in der Finanzkrise treffe die Corona-Krise branchenunabhängig die gesamte Wirtschaft in der Region. "Land und Bund müssen im Zweifel bereit sein, ihre Unterstützung den Umständen entsprechend anzupassen", fordert Ullrich. Will heißen: Sie sollten die Hilfen bei Bedarf noch ausweiten.

Um die Mitgliedsbetriebe finanziell zu entlasten, hat die Handwerkskammer laut Ullrich die Abbuchung des Kammerbeitrags verschoben. Zudem "bieten wir, wie die IHK auch, über unsere Hotline und auf unserer Homepage Hilfestellungen für unsere Mitglieder an". Auch die IHK hat reagiert: "Eigentlich hätten wir Mitte April die Beitragsbescheide an unsere Kleingewerbetreibenden verschickt, das sind etwa zwei Drittel unserer Mitglieder. Doch diesen Termin haben wir jetzt erst einmal verschoben, der Beitrag wird gestundet", sagt Auer.