Appell an Besitzer

Herumliegendes Hundefutter in Efringen-Kirchen wird untersucht

Victoria Langelott

Von Victoria Langelott

Mo, 18. Mai 2020 um 16:58 Uhr

Efringen-Kirchen

Ein Hundebesitzer stößt in Wintersweiler auf Futter zweifelhafter Herkunft. Auch an andern Stellen gibt es Funde.Einem Hund ging es nach dem Verzehr schlecht. Die Ortsvorsteherin mahnt zur Vorsicht.

Einem Hundehalter in Wintersweiler war es schon im April aufgefallen: Da lag auf einmal eine ansehnliche Menge Hundetrockenfutter zweifelhafter Herkunft im Gras an einer Straße. Am Sonntag wurde nun wieder Futter gefunden, gleich an verschiedenen Stellen rund um Wintersweiler, etwa am Bammerthüsli oder in der Kirchgasse beziehungsweise in der Nähe der Bündi im Gras. Nachdem ein Hund davon gefressen hatte, dem es danach schlecht ging, nahm Ortsvorsteherin Joelle Kammerer dies zum Anlass, im Amtsblatt Hundebesitzer zur Vorsicht zu mahnen.

"Wir möchten Sie bitten, vorsichtig zu sein, sollten noch weitere Stellen entdeckt werden, an denen das Hundefutter ausgelegt wurde", schreibt Kammerer und bittet Bürger, die etwas bemerken, ihr dies zu melden. Ob das Hundefutter verdorben ist oder gar mit Gift versetzt wurde, sei noch nicht klar, betonte Kammerer auf BZ-Nachfrage. Seltsam sei das im Ort verteilte Hundefutter auf jeden Fall. "Zumal das nicht nur zwei, drei Brekkies sind, sondern am Bammerthüsli zum Beispiel gleich ein bis zwei Kilo".

Bei der Polizei angezeigt

Die Besitzer des Hundes, der nun von dem Futter Durchfall bekam, hat dies bei der Polizei angezeigt. Auf den Tierarztbesuch konnte die Familie verzichten, da es dem Hund bald besser ging. Die Polizei, die normalerweise erst Untersuchungen einleitet, wenn ein Tierarzt eine Vergiftung vermutet, wich in dem Fall von der Regel ab. Da das im Dorf verteilte Futter nun schon zum zweiten Mal aufgefallen sei, erklärt Polizeisprecher Jörg Kiefer, sei man darum bemüht herauszufinden, ob das Trockenfutter mit etwas präpariert worden sei. Die Polizeiabteilung Gewerbe und Umwelt habe den Fall übernommen und werde das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg bitten, das Futter zu untersuchen.

Ortsvorsteherin Joelle Kammerer ist derweil vor allem eines wichtig: dass Hundebesitzer aufpassen und ihre Vierbeiner im Auge behalten, damit sie eingreifen können, wenn ihre Hunde irgendetwas am Wegesrand fressen wollen.