Landtagswahl

Historische Zäsur: Kretschmann siegt über Wolf, AfD schlägt SPD

Karl Heidegger, Julia Dreier, Oliver Huber, Susanne Ehmann, dpa, bz

Von Karl Heidegger, Julia Dreier, Oliver Huber, Susanne Ehmann, dpa & BZ-Redaktion

So, 13. März 2016 um 23:00 Uhr

Südwest

Bei der Wahl in Baden-Württemberg sind die Grünen erstmals stärkste Kraft in einem Landtag geworden. Die CDU büßt ihre jahrzehntealte Stellung ein. Auch die SPD verliert deutlich, der AfD gelingt auf Anhieb der Sprung in den Landtag. Der Liveticker zum Nachlesen.

Ergebnis der Landtagswahl Baden-Württemberg 2016
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23.03 Uhr: Baden-Württemberg hat gewählt. Alle südbadischen Politiker, die im neuen Landtag in Stuttgart sitzen werden, zum Durchklicken im Fotoalbum. Damit schließen wir unseren Ticker und danken für Ihre Aufmerksamkeit.

22.51 Uhr: Weitere Zweitmandate aus Südbaden: Volker Schebesta (CDU / Wahlkreis Offenburg), Marion Gentges (CDU / Wahlkreis Lahr), Stefan Räpple (AfD / Wahlkreis Kehl), Sabine Wölfle (SPD / Wahlkreis Emmendingen), Rainer Stickelberger (SPD / Wahlkreis Lörrach).

22.45 Uhr: Über das Zweitmandat ziehen unter anderem die Freiburger SPD-Parlamentarierin Gabi Rolland und Breisgauer CDU-Mann Patrick Rapp in den Landtag ein.

22.29 Uhr: Das vorläufige amtliche Endergebnis für Baden-Württemberg liegt vor. 30,3 Prozent untermauern den Triumph der Grünen, die CDU steht bei 27,0 Prozent. Dritte Kraft ist die AfD mit 15,0 Prozent, vor der SPD mit 12,7 Prozent und der FDP mit 8,3 Prozent. Die Stimmen für die anderen Parteien summieren sich auf 6,7 Prozent.

22.19 Uhr: Der Wahlkreis Enz hat seine Auszählung beendet. Hier holen die Grünen mit 26,9 Prozent das Direktmandat, die AfD freut sich über 19,2 Prozent. Damit ist in Bälde mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zu rechnen – und dann wird sich herauskristallisieren, wer die Zweitmandate erringt.

22.12 Uhr: Wieden ist einer der der kleinsten Wahlkreise überhaupt, deshalb kommt es hier eher zu extremen Ergebnisse als anderswo. Trotzdem: 0,7 Prozent für die FDP – ist das kurios oder bemitleidenswert? Trösten können sich die Liberalen mit Blick auf Kenzingen. Dort können sie 14,6 Prozentpunkte einheimsen.

22.08 Uhr: Für Baden-Württembergs SPD-Chef Nils Schmid kommt es ganz dick: In seinem Wahlkreis Reutlingen kommt der 42-jährige Spitzenkandidat nur auf 14,2 Prozent der Stimmen. Damit landete der Finanz- und Wirtschaftsminister hinter den Kandidaten von Grünen, CDU und AfD nur auf Rang vier.

22.06 Uhr: Darauf hat ganz Baden-Württemberg gewartet: Stefan Mappus meldet sich zu Wort. Der frühere Ministerpräsident rät seiner Partei von einer Koalition mit den Grünen ab: "Denn dann wird die CDU in fünf Jahren noch schlechtere Ergebnisse bekommen", sagte Mappus der Pforzheimer Zeitung.

21.59 Uhr: Die aktuelle Hochrechnung aus Sachsen-Anhalt sieht die FDP bei 4,8 Prozent. Die Sitzverteilung im Magdeburger Landtag würde erheblich durcheinander gewirbelt, wenn die Liberalen an der 5-Prozent-Hürde scheitern.

21.54 Uhr: Ganz Baden-Württemberg wartet auf das vorläufige amtliche Endergebnis – dann erst wird die endgültige Mandatsverteilung feststehen. Momentan fehlt nur noch der Wahlreis Enz. Alle anderen Zahlen sind unserer interaktiven Karte zu entnehmen.

21.44 Uhr: Kretschmann bei der Stimmabgabe, Meuthen in Siegerpose, Anti-AfD-Demo in Stuttgart: Der Wahlabend in Bildern.

21.40 Uhr: Ein bizarres Bild gibt die Gewinn- und Verlust-Grafik für Sachsen-Anhalt ab. Dort haben alle Parteien an Stimmanteilen verloren – außer der FDP (plus 1 Prozent auf 4,8 Prozent) und natürlich der AfD. Die steht im Moment bei 24,3 Prozent. Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik hat eine Partei, die vor dem Urnengang nicht schon im entsprechenden Parlament saß, ein solches Ergebnis erzielt.

21.33 Uhr: Nur minimale Verschiebungen sind bei der aktuellen ARD-Hochrechnung im Vergleich zur vorherigen zu verzeichnen – und bei der AfD geht es weiter nach oben; sie liegt demnach bei 15,1 Prozent. Die Grünen rangieren in Baden-Württemberg bei 30,3 Prozent, die CDU hat immerhin wieder die Zahl 27 vor dem Komma stehen (27,0).

21.29 Uhr: Im Vergleich zu 2011 steigt die Wahlbeteiligung in Freiburg stadtweit um rund 4 Prozentpunkte – von 67,0 auf 71,4 Prozent. Nur minimal höher war der Anstieg der Beteiligung in Weingarten (von 41,4 auf 46,1) und in Landwasser (von 45,8 auf 50,5). Die strammen AfD-Anteile, die sich in diesen beiden Stadtteilen auf jeweils mehr als 20 Prozent summieren, kann dies nicht erklären. Weitere Stimmen und A

21.21 Uhr: Thomas Seitz, Staatsanwalt und umstrittener AfD-Kandidat im Wahlkreis Lahr, holt das beste Ergebnis für die AfD am Oberrhein: 21,6 Prozent, das sind schon fast Sachsen-Anhalt-Verhältnisse.

Sitzverteilung bei der ...

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