Hohberger Hallenmieten steigen bald stufenweise

Reiner Beschorner

Von Reiner Beschorner

Fr, 21. Mai 2021

Hohberg

In Hohberg hinken die Gebühreneinnahmen dem Aufwand hinterher / Die Kostendeckung liegt teilweise unter zehn Prozent.

(rb). Die Nutzungsgebühren für die Hallen in der Gemeinde Hohberg werden vom 1. Juli an bis einschließlich 2024 stufenweise im Zwei-Jahres-Rhythmus angehoben. Das hat der Gemeinderat in der Sitzung am Montag einstimmig beschlossen. Das Gremium folgte damit der Empfehlung des Verwaltungsausschusses.

Die seit einigen Jahren unverändert gebliebenen Hallengebühren waren bereits bei den Haushaltsberatungen für die Jahre 2020 und 2021 ein Thema. Mit Blick auf die unzulängliche Kostendeckung hat der Verwaltungsausschuss im März für höhere Nutzungsentgelte plädiert. Mit einem Kostendeckungsgrad von 43 Prozent bildete im Abrechnungsjahr 2019 die Gemeindehalle Diersburg noch eine rühmliche Ausnahme. Während sich die Sporthalle Hofweier mit 24 Prozent und die Hohberghalle Niederschopfheim mit 20 Prozent noch im zweistelligen Bereich bewegten, lag bei der Mehrzweckhalle Hofweier die Kostendeckung bei gerade einmal bei neun Prozent und bei der Harmoniehalle in Niederschopfheim lediglich bei sieben Prozent – und das bei stetig steigenden Aufwendungen. Diese lagen in der Summe bei 865 000 Euro, die Erträge bei 224 000 Euro. Nur 26 700 Euro waren Nutzungsgebühren. Die Differenz zahlt die Allgemeinheit, sprich: der Steuerzahler.

Um die Nutzerinnen und Nutzer nicht schlagartig mit Erhöhungen zu belasten, hat die Verwaltung ein Stufenmodell ausgearbeitet. Darin wird vorgeschlagen, die Hallengebühren für das Jugendtraining in den Jahren 2021 bis einschließlich 2024 beizubehalten und als Beitrag der Gemeinde zur Jugendförderung zu betrachten, die jedoch mit einer stärkeren Anhebung der übrigen Gebührensätze finanziert werden muss.

Die neuen Nutzungsentgelte verstehen sich rein netto und könnten sich um die Umsatzsteuer erhöhen, falls diese durch die Gemeinde an den Fiskus abgeführt werden muss.