Wirtschaft

Howotec will weiter in Altenheim investieren

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Sa, 08. August 2020 um 11:00 Uhr

Neuried

Das Unternehmen Howotec, eine Tochter der Wolf-Gruppe plant eine neue Vormontagehalle auf dem Nachbargrundstück. Das Investitionsvolumen bezifferte Martin Wolf auf 800 000 Euro bis eine Million Euro.

Das Unternehmen Howotec, eine Tochter der Wolf-Gruppe, will weiter in Neuried investieren. Wie Martin Wolf, Chef der Wolf-Gruppe der BZ sagte, hat das Unternehmen das Nachbargrundstück des Howotec-Werkes im Ortsteil Altenheim erworben. Dort soll eine neue Vormontagehalle für Rundtaktmaschinen entstehen. Das Investitionsvolumen bezifferte Martin Wolf auf 800 000 Euro bis eine Million Euro.

In den vergangenen Monaten hat die Wolf-Gruppe mit Zentrale in Brackenheim-Hausen bei Heilbronn bereits rund 1,3 Millionen Euro in den südbadischen Standort gesteckt. Der Löwenanteil floss in eine neue Fahrständerfräsmaschine, mit der sich präzise Werkstücke bis zu einer Länge von acht Metern und einem Gewicht von zehn Tonnen bearbeiten lassen. Dafür waren auch umfangreiche Umbauarbeiten im Gebäude notwendig.

Das Geschäft zieht merklich an

"Damit können wir das Fertigungsangebot deutlich erweitern, das wurde von unseren Kunden gewünscht", sagte Martin Wolf. Außerdem kann Howotec nun nach eigenen Angaben Kohlendioxid-neutral produzieren. Hierfür wurde eine neue Photovoltaik-Anlage installiert. In Südbaden beschäftigt die Wolf-Gruppe 16 von insgesamt 50 Mitarbeitern. 2019 kam sie auf einen Umsatz von 7,5 Millionen Euro. Die Rundtaktmaschinen sind auf Stückzahlen zwischen 500 000 bis zu 15 Millionen Teile pro Jahr ausgelegt. Die Fertigung eines Drehteils ist in kurzer Zeit, teilweise in unter einer Sekunde, möglich.

In Neuried werden die Maschinen vormontiert, in Brackenheim ist die Endmontage und Inbetriebnahme. "Derzeit arbeiten wir in Altenheim kurz, aber ich denke, wir werden schon bald wieder aus der Kurzarbeit herauskommen", sagte Martin Wolf. Das Geschäft ziehe merklich an. Von der neuen Maschine hat sich vor Kurzem auch der Altenheimer Ortsvorsteher Jochen Strosack ein Bild gemacht. Er wertete die Investition als Bekenntnis zum Standort.