Im Land rangiert Rheinfelden auf Platz 10

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

Di, 17. September 2019

Rheinfelden

Teams der Stadtradel-Aktion im Rathaus geehrt.

RHEINFELDEN. Bei der 20-tägigen Aktion Stadtradeln haben die Teilnehmer 17,3 Tonnen CO2 vermieden, was einem Ausstoß von sieben durchschnittlichen Autos mit einer Jahresleistung von etwa 14 000 Kilometern entspricht. Im Rathaus wurden die Teams und Fahrer mit den besten Leistungen gewürdigt.

Die Leistung
"Das Fahrrad ist im Stadtverkehr durchaus konkurrenzfähig zum Auto", meinte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, der selbst mit dem Rad binnen zwei Minuten von einem Termin in der Stadtgärtnerei zum Empfang im Rathaus gefahren war. Dort hatten sich viele Stadtradler zur Ehrung der bestplatzierten Fahrer und Teams der diesjährigen Aktion Stadtradeln eingefunden. Eberhardt freute sich, das Ergebnis verkünden zu können: In Baden-Württemberg hatten 110 Kommunen zwischen 10 000 und 50 000 Einwohner teilgenommen und Rheinfelden erreichte den zehnten Rang. Deutschlandweit hatten sich 570 Kommunen dieser Größenordnung beteiligt und Rheinfelden schloss auf dem 41. Rang. "Durch die vermiedenen CO2-Emissionen sind die ersten Gewinner die Umwelt, das Klima und die Bürger in den Kommunen mit weniger Abgasen und weniger Lärm", sagte Eberhardt.

Zum dritten Mal in Folge hatte die Stadt Rheinfelden am Stadtradeln teilgenommen. 454 Einwohner hatten mitgemacht und insgesamt 122 055 Kilometer auf ihren Fahrrädern und E-Bikes während der 20 Tage im Juli zurückgelegt. Die Teilnehmerzahl wie auch die Länge der zurückgelegten Strecke konnte wieder gesteigert werden.

"Wir hatten die Losung ausgegeben die 100 000-Kilometer-Marke zu knacken. Das haben wir deutlich geschafft", lobte Eberhardt. Zusammen mit Klimaschutzmanager Frank Philipps würdigte Eberhardt die drei Teams mit den längsten zurückgelegten Strecken, die drei Teams mit den meisten geradelten Kilometern pro Kopf und die besten Fahrer in der Einzelwertung.

Die Teams
Das 75-köpfige Team Skizunft Radler hatte mit 27 027 Kilometern die meisten Kilometer geradelt. Gefolgt vom 77 Mitglieder starke Team St. Josefshaus Radler mit 19 206 Kilometern. Auf dem dritten Platz lag das 53-köpfige Team Evonik mit 16 947 Kilometern. Für die meisten geradelten Kilometer pro Person wurde das 18 Mitglieder starke Team RSV Rheinfelden gewürdigt, wo im Schnitt eine Person 520 Kilometer zurückgelegt hatte. In der Einzelwertung kam Mike Volkmann vom Team Evonik auf 1416 Kilometer, was einer CO2-Vermeidung von 210 Kilogramm entspricht.

Einen Sonderpreis bekam das Team Happy Familie der Familie Burkhart, die gemeinsam 1950 Kilometer geradelt waren. Der zweite Sonderpreis ging an das Team der Senioren-Turngruppe des Turnvereins Rheinfelden, das 1442 Kilometer zurückgelegt hatte.

Wolfgang Gorenflo von der IG Velo erklärte gegenüber der BZ, dass die IG sich trotz der anfänglichen Kritik an der Aktion beteiligt hatte und dabei gezielt Problem- und Gefahrenstelle online gemeldet habe. Auf Rheinfelder Gemarkung setzte die IG Velo während der Aktion 134 Meldungen wegen zugewachsener Radwege oder mangelnder Beschilderung ab. "Am Anfang dachte ich, es läuft schleppend, aber dann war die ganze Sache ein Selbstläufer", meinte Organisator Philipps. An der von der IG Velo geübten Kritik, dass neben Alltagsradler auch Freizeitradler ihre Kilometer zählten, störte sich Philipps nicht, da beide Gruppen die CO2-Vermeidung zum Ziel hätten.