Bundesnaturschutzgesetz

In Müllheim-Feldberg wurden mehr als 30 Obstbäume möglicherweise illegal gefällt

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Von BZ-Redaktion & Savanna Cosma

Fr, 12. August 2022 um 13:28 Uhr

Müllheim

Der vermeintliche Verursacher sagt, er sei zu der Fällung berechtigt gewesen – aber eigentlich dürfen Gehölze derzeit nicht gerodet werden. Die genauen Umstände werden nun geklärt.

Konkret geht es um 30 Kirschbäume mit einem Stammdurchmesser von rund 20 Zentimetern und einem Birnbaum, dessen Stamm einen Durchmesser von etwa 90 Zentimetern aufwies. Diese standen auf einem gemeindeeigenen Grundstück im Gewann "Äußere Letten" im Müllheimer Ortsteil Feldberg. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilt, sollen die Bäume in der Zeit vom 10. bis 30. Juli gefällt worden sein. Zwischenzeitlich hat sich der vermeintliche Verursacher bei der Polizei gemeldet. Möglicherweise war dieser dazu berechtigt, die Bäume zu fällen. Die genauen Umstände werden jetzt vom Fachdienst Gewerbe und Umwelt geklärt.

Polizei ermittelt, ob auch Wildvögel zu Schaden gekommen sind

Denn generell besteht in der Zeit von 1. März bis 30. September eines jeden Jahres das Verbot zur Rodung von Gehölzen nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Auch bei einigen Einwohnern des Müllheimer Ortsteils stießen die Fällungen bereits auf Unverständnis. Ob durch die illegalen Baumfällungen auch Wildvögel in der Zweitbrut gestört wurden, beziehungsweise zu Schaden gekommen sind, ist ebenfalls Bestandteil der polizeilichen Ermittlungen.

Wie Patrick Weichert, Leiter des Fachbereichs Grundstücke, Forst und Friedhof bei der Stadt Müllheim, auf BZ-Nachfrage mitteilt, werde derzeit auch geprüft, ob die gefällten Bäume als Ausgleichsmaßnahme für das Baugebiet "Innere Letten" in Feldberg gepflanzt wurden. Falls ja, könnte die Stadt entsprechende Schadensersatzansprüche geltend machen.