Nach Absage in Neuenburg

In Weil am Rhein kann an zwei Tagen hintereinander Blut gespendet werden

Ulrich Senf

Von Ulrich Senf

Mi, 25. März 2020 um 19:01 Uhr

Weil am Rhein

Der Ortsverein Neuenburg hat seinen Blutspendetermin abgesagt. Dafür springt nun das DRK aus Weil am Rhein in die Bresche: Der Termin in Haltingen wird auf zwei Tage ausgedehnt.

In den vergangenen Tagen wurde vom Ortsverein Weil am Rhein-Haltingen in Zusammenarbeit mit dem Blutspendedienst Baden-Württemberg Hessen und den städtischen Behörden entschieden, dass die Blutspende in der Festhalle Haltingen auf zwei Tage ausgeweitet wird. Damit reagiert der Ortsverein auf die Absage von Spendenterminen in der Nachbarschaft.

"Der Ortsverein Weil am Rhein-Haltingen hat sich zu dieser Maßnahme entschlossen, da die Blutreserven immer weiter rückläufig werde und diese aber dringend benötigt werden, es darf also am 2. sowie am 3. April in der Festhalle Haltingen Blut gespendet werden", begründet der Ortsverein seinen ungewöhnlichen Schritt. Angeregt hatte die Verlängerung der Blutspendedienst, nachdem man jüngst bei einem Spendetermin in Lörrach die Erfahrung gemacht hatte, dass der Aufwand durch die extremen Sicherheitsvorkehrungen, die dem Coronavirus geschuldet sind, stark gewachsen ist und die Spenden damit auch länger dauern als bisher. Deswegen habe man in Lörrach Spendenwillige wegschicken müssen.

Ausdrücklich bedankt sich der Ortsverein Weil-Haltingen auch bei der Stadtverwaltung sowie dem Rechts- und Ordnungsamt. Im Zusammenspiel mit weiteren Gesundheitsbehörden habe die Verwaltung erreichen können, das der DRK-Ortsverein die Genehmigung zu der verlängerten Spende erhielt.

Mammut Aufgabe mit erhöhten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen

Der Blutspende-Referent des DRK, Alexander Sieber und Andreas Arendt vom hiesigen Ortsverein sind hier sehr stolz, eine solche Mammut Aufgabe mit erhöhten Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in Zusammenarbeit mit der DRK-Bereitschaft rund um Stefan Ohm und Elena Wlaschny stemmen zu können. Möglicherweise werde man zusätzlich zu den eigenen Aktiven auch bei anderen Hilfsorganisationen um Unterstützung anklopfen, so Arendt.

Um allen Sicherheitsauflagen gerecht zu werden, werden die Spendestationen diesmal großflächig verteilt in der gesamten Festhalle aufgebaut. Es wird vor dem Betreten der Festhalle Fieber gemessen. Zudem werden allgemeine Gesundheitsfragen gestellt, um gegebenenfalls Spender mit Vorerkrankungen, speziell mit Corona oder Menschen mit Kontakt zu möglichen Coronainfizierten identifizieren zu können. Damit alle genügend Abstand zueinander halten können, werden nicht mehr als 50 Personen in die Festhalle gelassen. In der Halle läuft dann die Spende fast wie gewohnt ab, außer dass auch in der Halle auf die Mindestabstände geachtet werden muss.

"Leider müssen wir auf die Ausgabe eines Imbisses verzichten. Der Ortsverein bietet aber dennoch eine Lösung an: Jeder Spender erhält ein Lunch-Paket, das aber dann vorzugsweise nicht in der Halle verzehrt werden sollte, sondern mit nach Hause genommen werden kann", schreibt der Ortsverein, der nun auf gute Resonanz nicht nur der Weiler Bevölkerung, sondern auch aus dem Umland hofft.
Zur Koordination ist unbedingt eine Voranmeldung unter www.termin.drk-weilamrhein-haltingen.de erforderlich.