Jüdische Kultur erleben

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 30. August 2021

Freiburg

Umfangreiches Programm am ersten Septemberwochenende.

Auch in Freiburg hat der Europäische Tag der jüdischen Kultur Tradition: An jedem ersten September-Sonntag wird in mehr als 30 europäischen Ländern gefeiert, um das europäische Judentum, seine Geschichte, Traditionen und Bräuche besser kennenzulernen – mit Führungen, Konzerten, Ausstellungen, Vorträgen und vielem mehr.

In Freiburg gibt es gleich drei jüdische Gemeinden: Die größte ist die Israelitische Einheitsgemeinde, dann gibt es noch die Egalitäre Jüdische Chawurah Gescher-Gemeinde sowie die orthodoxe Chabad-Gemeinde. Wer jüdisches Leben in Freiburg kennenlernen möchte, hat dazu nicht nur am Sonntag, 5. September, Gelegenheit.

So lädt die Israelitische Gemeinde bereits am Freitag um 19.30 Uhr und am Samstag um 9.30 Uhr Gäste in die Neue Synagoge in der Engelstraße 1 ein. Am Freitag, dem Vorabend des Schabbat, werden um 19.47 Uhr Kerzen angezündet und der Schabbat willkommen geheißen. Die Gottesdienste sind in Hebräisch, die Predigt (mit der Auslegung des Wochenkapitels der Tora) findet in deutscher Sprache statt. Am Sonntag selbst ist einiges los. So wird Kantor Moshe Hayoun um 11 Uhr durch die Synagoge führen, Ruben Frankenstein vom Orientalischen Seminar der Uni Freiburg zeigt um 17 Uhr Sehenswertes auf dem Alten Jüdischen Friedhof in der Elsässerstraße.

Die zentrale Veranstaltung ist das Konzert der Berliner Band Kayan um 19 Uhr am Gedenkbrunnen auf dem Platz der Alten Synagoge mit Musikern aus Israel, dem Iran, Syrien und Großbritannien. Eine Show mit Lichteffekten wird 1700 Jahre Judentum in Deutschland auf der Wasserfläche im Synagogenbrunnen erscheinen lassen.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei, Spenden werden gerne entgegengenommen. Die Gemeinde bittet um Anmeldung unter [email protected].

Auch die Initiative "Stolpersteine" feiert den Europäischen Tag der jüdischen Kultur. Mit einer kostenlosen Führung will sie an die Menschen erinnern, die durch Nazi-Terror entrechtet, gedemütigt, verfolgt, zur Flucht getrieben, verhaftet, deportiert oder ermordet wurden. Treffpunkt ist am Sonntag, 5. September, um 11 Uhr in der Goethestraße 33. Marlis Meckel wird zu verschiedenen Stolpersteinen in der Goethestraße, zum Goetheplatz oder in die Konradstraße führen. Die Führung dauert rund 90 Minuten und ist für Rollstuhlfahrende geeignet.